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Betrug bei Datenrettung: Ransomware-Dienstleister zahlte heimlich Lösegeld

Security · 8.10.2026

Ein vermeintlicher Entschlüsselungsdienst steht vor Gericht, weil er Lösegelder heimlich an Cyberkriminelle weiterleitete, statt die Daten selbstständig zu retten.

Ein Betreiber eines vermeintlichen Ransomware-Entschlüsselungsdienstes steht vor Gericht, weil er seinen Kunden fälschlicherweise vorgab, verschlüsselte Daten mit hochentwickelten eigenen Technologien zu retten. In Wahrheit zahlte der Angeklagte heimlich das geforderte Lösegeld an die Cyberkriminellen und stellte den betroffenen Unternehmen diese Kosten zuzüglich einer Servicegebühr in Rechnung. Dieser Fall verdeutlicht das erhebliche Risiko von unseriösen Akteuren auf dem Markt der Incident-Response-Dienstleistungen.

Warum ist das wichtig?

Für IT-Verantwortliche und Administratoren im DACH-Raum zeigt dieser Vorfall eine gefährliche Grauzone bei der Bewältigung von Ransomware-Angriffen auf. Unter dem enormen Druck eines Systemausfalls suchen betroffene Unternehmen oft nach schnellen Lösungen und vertrauen externen Dienstleistern, die eine garantierte Entschlüsselung versprechen. Wenn diese Anbieter jedoch intransparent agieren und heimlich Lösegelder zahlen, finanzieren die Opfer unwissentlich kriminelle Strukturen weiter. Zudem riskieren Unternehmen rechtliche Konsequenzen und Datenschutzverstöße, da der direkte Kontakt mit Erpressern ohne behördliche Abstimmung erfolgt.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Um sich vor solchen Betrugsmaschen und den fatalen Folgen von Ransomware zu schützen, sollten Unternehmen präventive und organisatorische Maßnahmen ergreifen:

Fazit

Es gibt keine Abkürzungen bei der Ransomware-Dekodierung. Versprechungen über schnelle Entschlüsselungen ohne Einbeziehung der Angreifer entpuppen sich in vielen Fällen als Täuschung. Nur eine proaktive Absicherung der IT-Infrastruktur und transparente Notfallpläne bieten verlässlichen Schutz vor Erpressern und unseriösen Trittbrettfahrern.

Quelle: Golem Security