Microsoft · 21.9.2026
Die datenschutzkonforme Einrichtung von Microsoft 365 stellt Unternehmen im DACH-Raum weiterhin vor große Herausforderungen bei Datenresidenz und Drittlandtransfers.
Die rechtskonforme Nutzung von Microsoft 365 gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bleibt für Unternehmen im DACH-Raum eine der komplexesten Aufgaben der IT-Verwaltung. Aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Cloud-Dienste und den Anforderungen an den internationalen Datentransfer müssen Administratoren fortlaufend Anpassungen vornehmen. Um den regulatorischen Vorgaben gerecht zu werden, sind sowohl technische Konfigurationen als auch organisatorische Maßnahmen zwingend erforderlich.
Für IT-Verantwortliche und Datenschutzbeauftragte in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist dieses Thema von höchster Relevanz. Ein fehlerhaft konfiguriertes System birgt erhebliche rechtliche Risiken, einschließlich empfindlicher Bußgelder durch die Aufsichtsbehörden. Besonders die Aspekte der Datenresidenz – also der physische Speicherort der Nutzerdaten –, die Durchführung von Datenschutz-Folgenabschätzungen sowie die Kontrolle über Telemetriedaten erfordern tiefgehendes Fachwissen. Da Microsoft standardmäßig nicht alle Optionen auf maximalen Datenschutz voreinstellt, liegt die Verantwortung für den rechtskonformen Betrieb primär beim lizenznehmenden Unternehmen.
IT-Administratoren sollten eine systematische Überprüfung ihrer bestehenden Microsoft-365-Tenants durchführen. Folgende Maßnahmen sind dabei essenziell:
Ein DSGVO-konformer Betrieb von Microsoft 365 ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Nur durch eine Kombination aus restriktiven Admin-Einstellungen, regelmäßigen Audits und der Sensibilisierung der Belegschaft lässt sich das Haftungsrisiko für Unternehmen wirksam minimieren.
Quelle: Golem Security