Security · 23.9.2026
Arista Networks hat eine kritische Zero-Day-Schwachstelle im VeloCloud Orchestrator geschlossen, die bereits aktiv für Angriffe auf On-Premises-Systeme ausgenutzt wird.
Der Netzwerkspezialist Arista Networks hat Sicherheitsupdates für eine kritische Zero-Day-Schwachstelle im VeloCloud Orchestrator (VCO) veröffentlicht. Die Schwachstelle betrifft On-Premises-Installationen der Software und wird nach Angaben des Herstellers bereits aktiv von Angreifern ausgenutzt. IT-Verantwortliche sollten die bereitgestellten Patches umgehend einspielen, um eine Kompromittierung ihrer Netzwerkinfrastruktur zu verhindern.
Der VeloCloud Orchestrator ist eine zentrale Komponente für die Verwaltung von SD-WAN-Infrastrukturen. Da die Schwachstelle direkt in On-Premises-Deployments ausgenutzt werden kann, sind vor allem Unternehmen der DACH-Region gefährdet, die ihre Netzwerksteuerung aus Sicherheits- oder Compliance-Gründen im eigenen Rechenzentrum betreiben. Ein erfolgreicher Angriff auf den Orchestrator ermöglicht es Bedrohungsakteuren unter Umständen, die Kontrolle über den gesamten Netzwerkverkehr zu erlangen, Konfigurationen zu manipulieren oder tiefer in das Unternehmensnetzwerk einzudringen. Da bereits aktive Ausnutzungen in freier Wildbahn beobachtet wurden, besteht unmittelbarer Handlungsbedarf für Administratoren.
Administratoren von betroffenen Systemen müssen unverzüglich handeln. Es werden die folgenden Schritte empfohlen:
Die aktive Ausnutzung dieser Zero-Day-Lücke zeigt erneut, dass On-Premises-Infrastrukturen im Fokus gezielter Angriffe stehen. Ein schnelles Patch-Management und eine restriktive Abschottung von Management-Schnittstellen sind die effektivsten Schutzmaßnahmen für Unternehmensnetzwerke.
Quelle: BleepingComputer