Security · 22.10.2026
Arista warnt vor einer kritischen SQL-Injection-Schwachstelle im VeloCloud Orchestrator, die bereits aktiv für Angriffe auf SD-WAN-Infrastrukturen ausgenutzt wird.
Der Netzwerkausrüster Arista warnt vor einer kritischen Sicherheitslücke in seinem VeloCloud Orchestrator (VCO), dem zentralen Verwaltungssystem für VeloCloud SD-WAN-Netzwerke. Die Zero-Day-Schwachstelle ermöglicht es Angreifern mit bestehenden, selbst eingeschränkten Zugriffsrechten, SQL-Befehle einzuschleusen und potenziell die Kontrolle über das System zu übernehmen. Berichten zufolge wird die Schwachstelle bereits aktiv im Rahmen von gezielten Angriffen ausgenutzt.
SD-WAN-Lösungen wie der Arista VeloCloud Orchestrator bilden das Rückgrat moderner, verteilter Unternehmensnetzwerke im DACH-Raum. Sie steuern den gesamten Datenverkehr zwischen Standorten, Rechenzentren und Cloud-Diensten. Da es sich bei der Schwachstelle um eine SQL-Injection handelt, die selbst von Benutzern mit reinen Leserechten (Read-only) ausgenutzt werden kann, ist das Bedrohungspotenzial extrem hoch. Angreifer, die sich bereits im Netzwerk befinden oder über kompromittierte Anmeldedaten verfügen, können so ihre Privilegien massiv ausweiten. Für IT-Verantwortliche bedeutet dies ein unkalkulierbares Risiko für die Vertraulichkeit und Integrität des gesamten Netzwerkinfrastruktur-Managements.
Arista hat bereits reagiert und dringende Sicherheitsupdates veröffentlicht. Administratoren von betroffenen Systemen sollten umgehend die folgenden Schritte einleiten:
Die aktive Ausnutzung dieser Schwachstelle unterstreicht einmal mehr, dass auch zentrale Netzwerk-Management-Tools im Fokus hochentwickelter Angreifer stehen. Ein schnelles Einspielen der Hersteller-Updates ist die einzige effektive Schutzmaßnahme, um eine Kompromittierung der SD-WAN-Steuerung zu verhindern.
Quelle: The Hacker News