Security · 6.10.2026
Der britische Modehändler ASOS hat einen Sicherheitsvorfall bestätigt, nachdem Angreifer unautorisierte Push-Nachrichten über die App versendeten und Daten aus einer Cloud entwendeten.
Der britische Online-Modehändler ASOS hat einen Sicherheitsvorfall bestätigt, bei dem Angreifer unbefugt Push-Benachrichtigungen über die offizielle Smartphone-App des Unternehmens versendet haben. Die Täter behaupteten in den Nachrichten, Kundendaten aus der Snowflake-Cloud-Datenbank von ASOS entwendet zu haben. Das Unternehmen gab an, die betroffene Schnittstelle umgehend gesichert zu haben, untersucht jedoch noch den genauen Umfang des mutmaßlichen Datenabflusses.
Dieser Vorfall verdeutlicht erneut die Risiken, die mit der Absicherung von Cloud-Datenbanken und Drittanbieter-Schnittstellen verbunden sind. Snowflake-Umgebungen standen in den vergangenen Monaten vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen, oft aufgrund unzureichend gesicherter Zugangsdaten oder fehlender Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Für IT-Verantwortliche in der DACH-Region zeigt das Beispiel ASOS, dass ein erfolgreicher Angriff nicht nur interne Systeme betrifft, sondern über kompromittierte App-Schnittstellen direkt zur Verunsicherung der Endkunden führt. Zudem ist der Reputationsschaden enorm, wenn Angreifer die Kontrolle über direkte Kommunikationskanäle wie Push-Dienste erlangen.
Sowohl IT-Verantwortliche als auch Endnutzer sollten aus diesem Vorfall konkrete Konsequenzen ziehen:
Der Vorfall bei ASOS ist ein Weckruf für Unternehmen, die auf Cloud-Infrastrukturen und mobile Apps setzen. Nur eine lückenlose Absicherung aller Schnittstellen und eine strikte Zugriffskontrolle können verhindern, dass Angreifer sensible Kundendaten abziehen und die eigene Infrastruktur gegen die Nutzer selbst verwenden.
Quelle: BleepingComputer