Security · 30.9.2026
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Microsoft warnt vor einer neuen Phishing-Kampagne, bei der Angreifer legitime Remote-Monitoring- und Management-Software (RMM) missbrauchen. Getarnt als vermeintliche Besprechungseinladungen, PDF-Dokumente oder Software-Updates wird ein Installer für die Software MSP360 verbreitet. Nach der Ausführung nutzen die Akteure das legitime Werkzeug, um eine weitere RMM-Lösung – ScreenConnect – zu installieren und so dauerhaften, unbefugten Zugriff auf die betroffenen Systeme zu erlangen.
Für IT-Verantwortliche und Administratoren in der DACH-Region stellt dieser „Dual-RMM“-Ansatz eine erhebliche Bedrohung dar. Da es sich bei MSP360 und ScreenConnect um legitime, in vielen Unternehmen standardmäßig eingesetzte Administrationswerkzeuge handelt, schlagen herkömmliche Antiviren-Programme oft keinen Alarm. Die Angreifer nutzen das Vertrauen in diese Software aus, um Sicherheitsbarrieren zu umgehen. Sobald die Kontrolle über ein Endgerät erlangt wurde, können die Angreifer Schadsoftware nachladen, Active-Directory-Strukturen ausspähen oder Ransomware im gesamten Unternehmensnetzwerk verteilen. Auch anspruchsvolle Privatnutzer, die Remote-Tools verwenden, können ins Visier geraten, wenn sie unvorsichtig auf präparierte E-Mails reagieren.
Um sich vor diesem Angriffsvektor zu schützen, sollten Administratoren und Sicherheitsverantwortliche umgehend folgende Maßnahmen ergreifen:
Der Missbrauch legitimer Administrationswerkzeuge zeigt erneut, dass rein signaturbasierte Schutzmaßnahmen nicht mehr ausreichen. Nur durch eine Kombination aus strikter Anwendungskontrolle, kontinuierlicher Verhaltensüberwachung und geschärftem Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter lässt sich das Risiko solcher Dual-RMM-Angriffe effektiv minimieren.
Quelle: The Hacker News