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Kritische WordPress-Sicherheitslücke: Bricksforge-Plugin unter aktivem Angriff

Security · 12.10.2026

Eine Schwachstelle mit der maximalen Risikobewertung von 10,0 im WordPress-Addon Bricksforge ermöglicht Remote-Code-Ausführung und wird bereits aktiv für Angriffe ausgenutzt.

Angreifer nutzen derzeit eine kritische Sicherheitslücke im WordPress-Plugin Bricksforge aktiv aus. Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-85097 hat die maximale Risikobewertung von 10,0 (CVSS) erhalten. Sie erlaubt es nicht authentifizierten Angreifern, Schadcode auf den betroffenen Webservern auszuführen und ohne vorherige Anmeldung die vollständige Kontrolle über die betroffene Website zu übernehmen.

Warum ist das wichtig?

WordPress ist das am weitesten verbreitete Content-Management-System im DACH-Raum und wird von zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Dienstleistern für geschäftskritische Webauftritte eingesetzt. Erweiterungen wie Bricksforge, die zur visuellen Anpassung genutzt werden, vergrößern jedoch auch die Angriffsfläche. Da für diese Schwachstelle kein Benutzerkonto auf der Ziel-Website erforderlich ist, können automatisierte Bots und Angreifer im großen Stil verwundbare Systeme identifizieren und kompromittieren. Für Unternehmen bedeutet dies ein hohes Risiko für Datenabfluss, Ransomware-Infektionen der Webserver und erhebliche Reputationsschäden durch manipulierte Inhalte.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Administratoren und IT-Verantwortliche, die das Bricksforge-Plugin auf ihren WordPress-Instanzen betreiben, müssen umgehend handeln. Es wird dringend empfohlen, die installierte Version des Plugins zu überprüfen und unverzüglich auf die vom Entwickler bereitgestellte, fehlerfreie Version zu aktualisieren. Falls ein sofortiges Update aus betrieblichen Gründen nicht möglich ist, sollten temporäre Schutzmaßnahmen wie Web Application Firewalls (WAF) so konfiguriert werden, dass sie verdächtige POST-Anfragen blockieren. Zudem empfiehlt sich eine Überprüfung der Server-Logdateien auf ungewöhnliche Datei-Uploads oder unerwartete PHP-Ausführungen im Verzeichnis der Erweiterung, um eine bereits erfolgte Kompromittierung auszuschließen.

Fazit

Die maximale Bedrohungsstufe verdeutlicht die Brisanz dieser Schwachstelle. Vorfälle dieser Art zeigen erneut, wie essenziell ein strukturiertes und automatisiertes Patch-Management für sämtliche Drittanbieter-Plugins ist, um geschäftskritische Systeme wirksam vor automatisierten Angriffswellen zu schützen.

Quelle: The Hacker News