Security · 5.9.2026
Angreifer nutzen neu entdeckte Schwachstellen in der Druckmanagement-Software PaperCut aus, um gezielt Anmeldedaten in Bildungseinrichtungen in den USA und Europa zu entwenden.
Cyberkriminelle nutzen derzeit aktiv neu bekannt gewordene Sicherheitslücken in der weit verbreiteten Druckmanagement-Software PaperCut aus. Die Schwachstellen mit den Kennungen CVE-2026-81578 und CVE-2026-82078 ermöglichen es Angreifern, gezielt Zugangsdaten in bereits kompromittierten Netzwerken zu entwenden. Berichten von Sicherheitsforschern zufolge sind insbesondere Schulen, Hochschulen und Universitäten im Fokus dieser jüngsten Angriffswelle.
PaperCut ist eine etablierte Standardlösung für das Druckmanagement, die auch im DACH-Raum in zahlreichen Bildungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen flächendeckend eingesetzt wird. Da diese Druckserver meist tief in die interne Netzwerkinfrastruktur integriert und eng mit Active-Directory-Domänen verknüpft sind, stellen sie ein hochattraktives Ziel für Angreifer dar. Ein erfolgreicher Diebstahl von Zugangsdaten auf dieser Ebene ermöglicht es Bedrohungsakteuren, sich lateral im Netzwerk zu bewegen, weitreichende Administrationsrechte zu erlangen und im schlimmsten Fall Ransomware-Angriffe vorzubereiten. Die Tatsache, dass bereits aktive Ausnutzungen in Europa beobachtet wurden, erhöht die Dringlichkeit für IT-Verantwortliche im deutschsprachigen Raum erheblich.
Administratoren und IT-Sicherheitsverantwortliche müssen unverzüglich handeln, um die eigene Infrastruktur gegen diese Angriffe abzusichern. Folgende Maßnahmen werden dringend empfohlen:
Die aktuellen Angriffe verdeutlichen einmal mehr, dass vermeintliche Hilfssysteme wie Druckmanagement-Software kritische Einfallstore für gesamte Netzwerke sein können. Nur durch ein schnelles Patch-Management und eine konsequente Absicherung der Server-Infrastruktur lässt sich das Risiko eines weitreichenden Identitätsdiebstahls im Unternehmen effektiv minimieren.
Quelle: The Hacker News