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Angreifer übernehmen MikroTik-Router über ungesicherten SSH-Zugriff

Security · 6.9.2026

Eine neue Angriffswelle zielt auf aus dem Internet erreichbare SSH-Dienste von MikroTik-Routern ab, um ohne vorherige Authentifizierung die vollständige Kontrolle zu erlangen.

Angreifer nutzen derzeit aktiv eine Schwachstelle oder Konfigurationslücke bei MikroTik-Routern aus, deren SSH-Dienste direkt über das Internet erreichbar sind. Laut einer Warnung von CERT Polska gelingt es den Tätern dabei, ohne vorherige Authentifizierung die vollständige administrative Kontrolle über die betroffenen Geräte zu übernehmen. Die genauen technischen Hintergründe und betroffenen RouterOS-Versionen werden derzeit noch analysiert, doch die Angriffe laufen bereits aktiv.

Warum ist das wichtig?

MikroTik-Router sind aufgrund ihres hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses sowohl in kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) als auch bei anspruchsvollen Privatnutzern im DACH-Raum weit verbreitet. Ein erfolgreicher Einbruch in den Router kompromittiert das gesamte nachgelagerte Netzwerk. Angreifer können den Datenverkehr abfangen, DNS-Einstellungen manipulieren oder das Gerät als Sprungbrett für weitere Angriffe im internen Netz nutzen. Da der Zugriff ohne gültige Anmeldedaten erfolgt, sind herkömmliche Schutzmaßnahmen wie starke Passwörter allein bei direktem SSH-Zugriff im Internet wirkungslos.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Administratoren und IT-Verantwortliche müssen unverzüglich handeln, um ihre Netzwerke abzusichern. Folgende Schritte werden dringend empfohlen:

Fazit

Die aktive Ausnutzung von SSH-Schnittstellen bei MikroTik-Geräten verdeutlicht einmal mehr das hohe Risiko von direkt im Internet exponierten Verwaltungsdiensten. Ein restriktives Firewall-Regelwerk und die konsequente Nutzung von VPNs für administrative Zugriffe gehören zu den grundlegenden Best Practices der IT-Sicherheit und sollten sofort umgesetzt werden.

Quelle: The Hacker News