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Angreifer manipulieren Update-Server von AOMEI Backupper für Backdoor-Angriffe

Security · 16.10.2026

Unbekannte Akteure haben die Update-Server der Backup-Software AOMEI Backupper zeitweise manipuliert, um Schadcode auf Windows-Systemen zu platzieren.

Unbekannte Angreifer haben die Update-Infrastruktur des Softwareherstellers AOMEI kompromittiert, um eine Backdoor in das Windows-Sicherungsprogramm „AOMEI Backupper“ einzuschleusen. Über einen längeren Zeitraum wurden die auf den Update-Servern bereitgestellten Dateien wiederholt für kurze Zeitfenster von fünf bis zehn Minuten manipuliert. Systeme, die genau in diesen Zeiträumen nach Aktualisierungen suchten, luden unwissentlich Schadcode herunter.

Warum ist das wichtig?

Die Backup-Software AOMEI Backupper ist sowohl bei anspruchsvollen Privatnutzern als auch in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) im DACH-Raum für die Datensicherung von Windows-Clients und -Servern im Einsatz. Da Backup-Anwendungen für ihre Arbeit tiefgehende Systemrechte, oftmals Administrator- oder SYSTEM-Privilegien, benötigen, ist eine Kompromittierung dieser Software besonders kritisch. Angreifer, die über diesen Weg eine Backdoor etablieren, erhalten praktisch vollständige Kontrolle über die betroffenen Systeme. Durch die geschickte Taktik der Angreifer, die schädlichen Dateien immer nur für wenige Minuten online zu stellen, blieben die Manipulationen über Monate hinweg von klassischen Sicherheitsmechanismen und automatisierten Scans unentdeckt. Dies verdeutlicht die wachsende Gefahr von Supply-Chain-Angriffen auf vermeintlich vertrauenswürdige Administrationswerkzeuge.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche und Administratoren sollten unverzüglich handeln, um potenzielle Infektionen in ihren Netzwerken auszuschließen. Folgende Maßnahmen werden dringend empfohlen:

Fazit

Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass Sicherheitssoftware und Backup-Lösungen aufgrund ihrer hohen Privilegien bevorzugte Ziele für Lieferketten-Angriffe sind. Eine kontinuierliche Überwachung von Systemänderungen und eine restriktive Netzwerkhärtung sind für IT-Abteilungen im DACH-Raum unerlässlich.

Quelle: The Hacker News