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Maliziöse Terraform-Provider: Angreifer nutzen HashiCorp Registry für Go-Malware

Security · 23.9.2026

Sicherheitsforscher haben Schadsoftware entdeckt, die über manipulierte Go-Module und Terraform-Provider in der offiziellen HashiCorp Registry verteilt wurde.

Sicherheitsforscher haben erstmals die koordinierte Verteilung von Go-basierter Schadsoftware über die offizielle HashiCorp-Registrierungsdatenbank (Registry) beobachtet. Angreifer nutzten dabei manipulierte Go-Module sowie bösartige Terraform-Provider, um Schadcode direkt in die Bereitstellungsprozesse von Entwicklern einzuschleusen. Diese neue Angriffsmethode verdeutlicht, dass auch etablierte Plattformen für Cloud-Infrastruktur zunehmend als Vektoren für Supply-Chain-Angriffe missbraucht werden.

Warum ist das wichtig?

Viele Unternehmen im DACH-Raum setzen für das Management ihrer Cloud-Infrastruktur – beispielsweise unter Microsoft Azure oder AWS – auf Terraform als Standard-Tool für "Infrastructure as Code" (IaC). Da die offizielle Registry von HashiCorp gemeinhin als vertrauenswürdig eingestuft wird, werden dort bereitgestellte Provider oft ungeprüft in automatisierte Build- und Deployment-Pipelines integriert. Besonders brisant ist, dass die Angreifer auf Typosquatting setzten, um legitime Module nachzuahmen. Ein erfolgreicher Kompromiss ermöglicht es Angreifern, weitreichende Berechtigungen innerhalb der Cloud-Umgebungen zu erlangen, sensible Zugangsdaten abzugreifen und Systeme nachhaltig zu infizieren.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche, Administratoren und DevOps-Teams sollten ihre Terraform-Umgebungen umgehend überprüfen und folgende Sicherheitsmaßnahmen etablieren:

Fazit

Der Vorfall zeigt, dass das Vertrauen in zentrale Repositories allein kein hinreichendes Sicherheitskonzept mehr darstellt. Eine kontinuierliche Überwachung der genutzten externen Code-Ressourcen ist für die Absicherung moderner IT-Infrastrukturen unerlässlich.

Quelle: The Hacker News