Security · 8.9.2026
Sicherheitsforscher warnen vor weitreichendem Tracking bei LG-Fernsehern. Die Geräte sollen selbst im Standby-Modus aktiv Daten an Server übertragen.
Sicherheitsforscher haben gravierende Datenschutz- und Sicherheitsmängel bei Smart-TVs des Herstellers LG aufgedeckt. Die Geräte analysieren das Nutzerverhalten offenbar weitaus intensiver als bislang bekannt und übertragen diese Daten selbst im Standby-Modus an externe Server. Die Analysten vergleichen das Ausmaß des Trackings in Teilen mit dem Verhalten von Schadsoftware.
Viele Unternehmen nutzen moderne Smart-TVs in Konferenzräumen, Pausenbereichen oder als digitale Beschilderung (Digital Signage). Wenn diese Geräte unbemerkt Daten über die Nutzung, angeschlossene Netzwerke oder potenziell sogar Audio- und Videosignale übertragen, stellt dies ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Unternehmens-IT dar. Auch für anspruchsvolle Privatnutzer im DACH-Raum ist die Verletzung der Privatsphäre durch intransparente Datensammlungen in den eigenen vier Wänden inakzeptabel. Die Untersuchung zeigt, dass herkömmliche Standby-Modi keine ausreichende Sicherheit vor unerwünschten Netzwerkaktivitäten bieten.
IT-Verantwortliche und Admins sollten Smart-TVs in Unternehmensnetzwerken konsequent isolieren. Folgende Maßnahmen werden empfohlen:
Das unbefugte Tracking durch IoT-Geräte wie Smart-TVs unterstreicht die Notwendigkeit einer strikten Zero-Trust-Strategie im Netzwerk. Smarte Endgeräte dürfen niemals ungehindert mit sensiblen IT-Infrastrukturen kommunizieren.
Quelle: Golem Security