Security · 22.10.2026
Im Rahmen einer internationalen Polizeioperation wurden fast 11.000 kriminelle Netzwerke zerschlagen. Die Täter waren primär im Bereich Business Email Compromise und Ransomware aktiv.
Internationale Strafverfolgungsbehörden haben im Rahmen der Operation Serengeti III einen weitreichenden Schlag gegen die Cyberkriminalität in Afrika geführt. Dabei wurden fast 11.000 betrügerische Netzwerke zerschlagen und mehr als 1.400 Verdächtige festgenommen. Die koordinierte Aktion richtete sich gezielt gegen Akteure, die in Business Email Compromise (BEC), Ransomware-Kampagnen und großflächige Online-Scams verwickelt sind.
Viele Angriffe auf Unternehmen im DACH-Raum, insbesondere Phishing-Kampagnen und Identitätsdiebstahl, werden über global verteilte Infrastrukturen gesteuert. Auch wenn die Täter in afrikanischen Staaten agierten, betrifft die Zerschlagung solcher Netzwerke direkt die Bedrohungslage hiesiger IT-Abteilungen. BEC-Angriffe (auch bekannt als CEO-Fraud) verursachen jährlich Schäden in Millionenhöhe, indem sie gefälschte Rechnungen oder Chef-Anweisungen vortäuschen. Die Zerschlagung dieser Infrastrukturen entlastet temporär die Spam- und Phishing-Filter von Unternehmen und mindert das Risiko gezielter Ransomware-Angriffe, die häufig über diese Kanäle angebahnt werden.
Trotz dieses Erfolgs der Strafverfolgungsbehörden dürfen IT-Verantwortliche und Admins ihre Sicherheitsvorkehrungen nicht lockern, da frei gewordene Kapazitäten im Cybercrime-Sektor schnell von anderen Gruppierungen besetzt werden. Folgende Maßnahmen bleiben essenziell:
Die Operation Serengeti III zeigt, dass globale Kooperationen im Kampf gegen organisierte Cyber-Gangs Wirkung zeigen. Für IT-Entscheider ist dies jedoch kein Grund zur Entwarnung, sondern ein Signal, die eigenen Abwehrmechanismen präventiv weiter zu stärken.
Quelle: BleepingComputer