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BambooToken: Neue Malware steuert Windows- und Linux-Systeme über MQTT

Security · 15.9.2026

Sicherheitsforscher warnen vor BambooToken, einer plattformübergreifenden Schadsoftware, die das IoT-Protokoll MQTT zur Steuerung infizierter Systeme ausnutzt.

Sicherheitsforscher haben eine neue, plattformübergreifende Schadsoftware-Kampagne namens „BambooToken“ aufgedeckt. Diese Malware infiziert sowohl Windows- als auch Linux-Systeme und nutzt das Message Queuing Telemetry Transport (MQTT)-Protokoll als Kommunikationskanal für ihre Command-and-Control-Server (C2). Durch den gezielten Missbrauch dieses etablierten IoT-Protokolls gelingt es den Angreifern häufig, herkömmliche Sicherheitsbarrieren im Netzwerk unbemerkt zu umgehen.

Warum ist das wichtig?

Das MQTT-Protokoll ist in modernen IT- und OT-Infrastrukturen (Operational Technology) weit verbreitet, insbesondere bei der Vernetzung von IoT-Geräten und Smart-Home-Anwendungen im DACH-Raum. Da MQTT-Traffic in vielen Unternehmensnetzwerken als legitim eingestuft und selten tiefgehend analysiert wird, bietet er Angreifern ein ideales Versteck. Die Tatsache, dass BambooToken sowohl Windows-Clients und -Server als auch Linux-Systeme kompromittieren kann, macht die Bedrohung für heterogene Netzwerklandschaften in Unternehmen besonders gefährlich. Einmal etabliert, können die Akteure sensible Daten abziehen oder weiteren Schadcode nachladen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Administratoren und IT-Verantwortliche sollten umgehend reagieren und ihre Netzwerksicherheitskonzepte anpassen. Folgende Maßnahmen sind dringend empfohlen:

Fazit

BambooToken zeigt eindringlich, wie Angreifer vermeintlich harmlose und weit verbreitete Netzwerkprotokolle zweckentfremden, um unentdeckt zu bleiben. Für IT-Abteilungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet dies, dass die Überwachung von IoT-Protokollen wie MQTT spätestens jetzt ein fester Bestandteil der eigenen Sicherheitsstrategie sein muss.

Quelle: The Hacker News