Security · 4.9.2026
Nach einem erpresserischen Cyberangriff auf das Berliner Landesnetz hat die Hackergruppe Rhysida sensible Daten im Darknet veröffentlicht, da der Senat Lösegeldzahlungen verweigerte.
Die Hackergruppe Rhysida hat nach Ablauf einer Erpressungsfrist sensible Daten aus dem Berliner Landesnetz im Darknet veröffentlicht. Der Berliner Senat hatte sich zuvor konsequent geweigert, auf die Lösegeldforderungen der Cyberkriminellen einzugehen. Bei den abgeflossenen Daten handelt es sich Berichten zufolge um vertrauliche Dokumente, interne Kommunikation und personenbezogene Daten aus verschiedenen Verwaltungsebenen.
Dieser Vorfall verdeutlicht erneut, dass Behörden und öffentliche Einrichtungen im DACH-Raum verstärkt im Visier professioneller Ransomware-Banden stehen. Die Entscheidung des Berliner Senats, kein Lösegeld zu zahlen, entspricht zwar den offiziellen Empfehlungen von Sicherheitsbehörden wie dem BSI, führt im Ernstfall aber fast immer zur Veröffentlichung sensibler Daten. Für Unternehmen und Dienstleister, die mit Berliner Behörden im Austausch stehen oder standen, besteht nun ein erhöhtes Risiko für gezieltes Phishing und Social Engineering. Angreifer nutzen die erbeuteten Informationen, um täuschend echte E-Mails zu verfassen und Schadsoftware in andere Netzwerke einzuschleusen.
Admins, B2B-Verantwortliche und Bürger sollten umgehend präventive Sicherheitsmaßnahmen ergreifen:
Der Fall Berlin zeigt, dass die kompromisslose Haltung gegenüber Erpressern die einzig richtige Strategie ist, um das Geschäftsmodell der Cyberkriminellen langfristig zu schwächen. Dennoch müssen IT-Verantwortliche die direkten Konsequenzen – wie die Veröffentlichung sensibler Daten – durch erhöhte Wachsamkeit und strikte Sicherheitsrichtlinien in den eigenen Systemen auffangen.
Quelle: heise Security