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BlackX: Neues UEFI-Bootkit umgeht Secure Boot bei fehlenden DBX-Updates

Security · 23.10.2026

Das neuartige UEFI-Bootkit BlackX hebelt die Secure-Boot-Sicherheitsmechanismen aus, sofern veraltete Signaturen auf Windows-Systemen nicht widerrufen wurden.

Sicherheitsforscher haben ein neues, hochentwickeltes UEFI-Bootkit namens BlackX identifiziert. Die Schadsoftware ist in der Lage, die Secure-Boot-Sicherheitsfunktionen moderner Windows-Systeme vollständig zu umgehen. Dies gelingt selbst auf Systemen, die mit aktuellen Betriebssystem-Patches ausgestattet sind, sofern die Liste der widerrufenen Zertifikate (DBX-Datenbank) im UEFI-BIOS nicht auf dem neuesten Stand ist.

Warum ist das wichtig?

UEFI-Bootkits gehören zu den gefährlichsten Bedrohungen für die IT-Infrastruktur von Unternehmen und anspruchsvollen Privatnutzern im DACH-Raum. Da sie sich tief im System verankern und noch vor dem eigentlichen Start des Betriebssystems ausgeführt werden, sind sie für herkömmliche Antiviren-Lösungen nahezu unsichtbar. BlackX nutzt eine bekannte Schwachstelle aus: Wenn die UEFI-Firmware Signaturen von älteren, kompromittierten Bootloadern nicht explizit verbietet, akzeptiert Secure Boot diese weiterhin als vertrauenswürdig. Angreifer können so Schadcode laden, der vollen administrativen Zugriff auf das System erlangt und Sicherheitssoftware deaktivieren kann. Obwohl die aktuellen Angriffe primär diplomatische Einrichtungen im asiatischen Raum im Visier haben, ist die zugrundeliegende Schwachstelle global auf Millionen von Windows-Geräten vorhanden.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche und Systemadministratoren müssen dringend prüfen, ob die UEFI-Revozierung (DBX-Updates) auf allen Clients und Servern erfolgreich angewendet wurde. Microsoft verteilt diese Updates in der Regel über den Windows-Update-Kanal, in der Praxis schlagen diese jedoch auf vielen Geräten aufgrund von Speicherplatzmangel in der System-Partition oder inkompatibler Firmware fehl. Folgende Maßnahmen werden empfohlen:

Fazit

Der Fall BlackX verdeutlicht eindringlich, dass klassisches Patch-Management auf Betriebssystemebene nicht mehr ausreicht. Nur eine ganzheitliche Absicherung, die auch die Firmware-Ebene und die konsequente Pflege der UEFI-Zertifikatsdatenbanken umfasst, bietet zuverlässigen Schutz gegen moderne Bootkits.

Quelle: The Hacker News