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BragJack: Wie schädliche Add-ons KI-Assistenten im Browser kapern

Security · 19.9.2026

Die Sicherheitslücke BragJack zeigt, wie Angreifer über manipulierte Browser-Erweiterungen die Kontrolle über integrierte KI-Assistenten in Edge und Chrome übernehmen können.

Sicherheitsforscher haben mit „BragJack“ eine neue Angriffsmethode demonstriert, bei der bösartige Browser-Erweiterungen die Kontrolle über integrierte KI-Assistenten übernehmen. Durch sogenanntes „Prompt Forcing“ können Angreifer KI-Tools in gängigen Browsern wie Microsoft Edge und Google Chrome manipulieren. Die Entdeckung dieser Schwachstellen wurde bereits mit zwei CVE-Einträgen klassifiziert und unterstreicht die wachsenden Risiken an der Schnittstelle von Browser-Add-ons und künstlicher Intelligenz.

Warum ist das wichtig?

Für Unternehmen und professionelle Anwender im DACH-Raum stellt dieser Angriffsvektor ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Da KI-Assistenten zunehmend tiefer in den Arbeitsalltag und in Browser-Umgebungen integriert werden, greifen sie häufig auf sensible Unternehmensdaten, E-Mails oder interne Dokumente zu. Wenn eine scheinbar harmlose Browser-Erweiterung in der Lage ist, den KI-Agenten im Hintergrund zu manipulieren, können Angreifer vertrauliche Informationen abfließen lassen, Phishing-Angriffe personalisieren oder schädliche Aktionen im Namen des Nutzers ausführen. Die Tatsache, dass gängige Enterprise-Browser wie Edge und Chrome betroffen sind, macht die Bedrohung für administrative IT-Infrastrukturen besonders relevant.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche und Administratoren sollten umgehend restriktive Richtlinien für die Installation von Browser-Erweiterungen in ihren Netzwerken durchsetzen. Es wird dringend empfohlen, eine Whitelist-Strategie für Add-ons zu implementieren, um die Installation ungeprüfter Drittanbieter-Erweiterungen generell zu unterbinden. Zudem müssen Administratoren sicherstellen, dass sowohl die Browser als auch die genutzten KI-Integrationen auf dem neuesten Stand sind, da die betroffenen Hersteller bereits Sicherheitsupdates bereitgestellt haben. Eine regelmäßige Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Gefahren durch scheinbar nützliche, aber potenziell schädliche Add-ons ist ebenfalls ratsam.

Fazit

Der BragJack-Angriff verdeutlicht, dass die rasche Integration von KI-Funktionen in Standard-Software neue, komplexe Angriffsflächen schafft. Nur durch ein konsequentes Berechtigungsmanagement bei Browser-Erweiterungen und zeitnahe Updates lässt sich das Risiko solcher systemübergreifenden Manipulationen in Unternehmen effektiv minimieren.

Quelle: BleepingComputer