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ConnectWise: Angreifer nutzen KI-Framework ARTEX für Lieferkettenangriff

Security · 22.10.2026

Microsoft warnt vor der Hacker-Gruppe Storm-0940, die ConnectWise Cloud Backup mithilfe des KI-basierten Pentesting-Tools ARTEX kompromittiert hat.

Microsoft hat Details zu einem schwerwiegenden Lieferketten-Angriff (Supply-Chain-Angriff) auf die Software ConnectWise Cloud Backup veröffentlicht. Hinter der Kampagne steht die staatlich gelenkte chinesische Akteursgruppe "Storm-0940". Die Angreifer nutzten dabei das neuartige, Go-basierte und KI-gestützte Penetrationstest-Framework "ARTEX", um automatisierte Angriffe durchzuführen und Systeme zu kompromittieren.

Warum ist das wichtig?

ConnectWise-Lösungen sind im DACH-Raum besonders bei Managed Service Providern (MSPs) und IT-Dienstleistern weit verbreitet, die damit die Infrastrukturen zahlreicher mittelständischer Unternehmen verwalten. Ein erfolgreicher Kompromiss der Backup-Software ermöglicht Angreifern tiefen Zugriff auf sensible Unternehmensdaten und ebnet den Weg für Ransomware-Angriffe oder Wirtschaftsspionage. Der Einsatz von KI-Agenten wie ARTEX markiert zudem eine neue Eskalationsstufe: Angriffe können dadurch deutlich schneller, zielgerichteter und mit geringerem manuellen Aufwand der Hacker durchgeführt werden, was traditionelle Erkennungsmuster vor große Herausforderungen stellt.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche und Administratoren müssen unverzüglich handeln, um potenzielle Kompromittierungen auszuschließen. Folgende Maßnahmen werden empfohlen:

Fazit

Der Vorfall zeigt eindringlich, dass KI-Tools längst nicht mehr nur Defensivkräften vorbehalten sind. Cyberkriminelle nutzen zunehmend automatisierte KI-Agenten, um Sicherheitslücken in weit verbreiteter Administrationssoftware effizient auszunutzen. Unternehmen müssen ihre Monitoring-Strategien anpassen, um auch KI-gestützte, hochdynamische Angriffsmuster frühzeitig zu erkennen.

Quelle: The Hacker News