Security · 31.8.2026
Sicherheitsforscher haben eine neue Methode der chinesischen Hackergruppe „Fire Ant“ aufgedeckt, bei der Cisco-Router unbemerkt für Spionageaktivitäten manipuliert werden.
Sicherheitsforscher haben eine raffinierte Spionagemethode der staatlich gestützten chinesischen Hackergruppe „Fire Ant“ aufgedeckt. Die Angreifer manipulieren Cisco-Router mit dem Betriebssystem IOS XR, um unbemerkt Datenverkehr umzuleiten und Netzwerke auszuspähen. Konkret entdeckten Experten einen aktiven GRE-Tunnel (Generic Routing Encapsulation), der weder in der laufenden Konfiguration noch in der Historie des Geräts hinterlegt war, was auf eine tiefgreifende Kompromittierung des Systems hindeutet.
Für Unternehmen im DACH-Raum, insbesondere in kritischen Infrastrukturen (KRITIS), der Industrie und dem öffentlichen Sektor, stellt diese Taktik eine erhebliche Bedrohung dar. Da die Angreifer direkt auf der Ebene der Netzwerk-Hardware operieren, umgehen sie klassische Endpoint-Detection-and-Response-Systeme (EDR). Die Manipulation des Routers ermöglicht es den Akteuren, den gesamten ein- und ausgehenden Datenverkehr zu analysieren, sensible Zugangsdaten abzugreifen und sich dauerhaft im Netzwerk einzunisten. Da der GRE-Tunnel in den regulären Konfigurationsdateien unsichtbar bleibt, sind Standard-Audits oft wirkungslos.
Administratoren und IT-Sicherheitsverantwortliche müssen proaktiv handeln, um potenzielle Kompromittierungen aufzudecken und zu verhindern. Folgende Maßnahmen werden dringend empfohlen:
Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass Netzwerk-Infrastrukturen zunehmend direkt ins Visier professioneller Angreifer geraten. Eine lückenlose Überwachung der Hardware-Integrität ist für moderne Sicherheitskonzepte unerlässlich.
Quelle: BleepingComputer