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Google Chrome: Wechsel zu Zwei-Wochen-Takt und Behebung kritischer Lücken

Security · 9.9.2026

Google verkürzt den Update-Zyklus für den Chrome-Browser auf zwei Wochen und schließt mit Version 153 über 200 Sicherheitslücken, darunter eine aktiv ausgenutzte.

Google stellt den Veröffentlichungsrhythmus seines Webbrowsers Chrome auf ein Zwei-Wochen-Intervall um, um Sicherheitsupdates schneller an Nutzer zu verteilen. Mit der aktuellen Version 153 werden insgesamt 230 Sicherheitslücken geschlossen. Darunter befindet sich auch eine Zero-Day-Schwachstelle, die Angreifer bereits aktiv im Netz ausnutzen.

Warum ist das wichtig?

Für IT-Verantwortliche und Systemadministratoren in Unternehmen im DACH-Raum bedeutet der verkürzte Update-Zyklus eine logistische Anpassung. Da Chrome in vielen Unternehmensnetzwerken der Standardbrowser ist, müssen Patch-Management-Prozesse nun noch agiler gestaltet werden. Die hohe Anzahl von 230 behobenen Schwachstellen zeigt, wie wichtig eine zeitnahe Verteilung ist. Besonders die aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücke stellt ein hohes Risiko für die Vertraulichkeit und Integrität von Unternehmensdaten dar, da Angreifer hierüber Schadcode ausführen oder Sicherheitsmechanismen umgehen können.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Administratoren sollten das Update auf Chrome-Version 153 umgehend über die zentralen Gruppenrichtlinien (GPOs) oder das jeweilige Mobile-Device-Management (MDM) im gesamten Netzwerk ausrollen. Privatnutzer und Admins ohne automatisierte Verteilung können das Update manuell anstoßen, indem sie im Chrome-Menü auf Hilfe und anschließend auf Über Google Chrome klicken. Nach dem Herunterladen der Aktualisierung ist ein vollständiger Neustart des Browsers zwingend erforderlich, um die Schutzmaßnahmen zu aktivieren und die Sicherheitslücken effektiv zu schließen.

Fazit

Die Umstellung auf einen zweiwöchigen Update-Rhythmus ist ein notwendiger Schritt von Google, um auf die zunehmende Dynamik bei der Ausnutzung von Browser-Schwachstellen zu reagieren. Für Unternehmen erhöht dies zwar den administrativen Aufwand im Patch-Management, minimiert jedoch gleichzeitig das Zeitfenster, in dem Systeme für bekannte Angriffe verwundbar sind.

Quelle: heise Security