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Sicherheitsrisiko: Malware-Infektion bei Chrome- und Edge-Add-ons durch Updates

Security · 31.8.2026

Sicherheitsforscher haben 19 Browser-Erweiterungen für Chrome und Edge identifiziert, die nachträglich per Update mit Malware infiziert wurden. Admins sollten rasch handeln.

Sicherheitsforscher haben in insgesamt 19 Browser-Erweiterungen für Google Chrome und Microsoft Edge Schadcode entdeckt. Besonders tückisch an dieser Kampagne ist, dass die betroffenen Add-ons ursprünglich legitim waren und erst nachträglich über automatische Updates mit Malware infiziert wurden. Zu den Funktionen der Schadsoftware gehört das unbefugte Abgreifen von sensiblen Nutzerdaten sowie das Einschleusen von manipulativer Werbung im Browser der Opfer.

Warum ist das wichtig?

Für Unternehmen und anspruchsvolle Privatanwender im DACH-Raum stellt dieser Vorfall ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Da Chrome und Microsoft Edge die am weitesten verbreiteten Browser in Enterprise-Umgebungen sind, können infizierte Add-ons weitreichende Schäden anrichten. Oftmals installieren Mitarbeiter eigenständig scheinbar nützliche Helfer für den Büroalltag, ohne sich der Risiken bewusst zu sein. Durch den nachträglich eingeschleusten Schadcode – ein klassischer Supply-Chain-Angriff – versagen zudem gängige Sicherheitsprüfungen, die Erweiterungen nur beim ersten Download analysieren. Die abgegriffenen Daten können vertrauliche Unternehmensinterna, Zugangsdaten oder personenbezogene Informationen betreffen, was im geschäftlichen Umfeld auch datenschutzrechtliche Konsequenzen nach der DSGVO nach sich zieht.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche und Administratoren sollten umgehend eine Überprüfung der im Netzwerk genutzten Browser durchführen. Es wird dringend empfohlen, eine zentrale Inventarisierung aller aktiven Add-ons vorzunehmen. Idealerweise sollten Gruppenrichtlinien (GPOs) in Windows-Umgebungen so konfiguriert werden, dass Nutzer Erweiterungen nicht mehr unkontrolliert installieren können. Ein restriktives Whitelisting-Verfahren ist hierbei die sicherste Methode. Werden kompromittierte Add-ons auf Endgeräten gefunden, müssen diese unverzüglich gelöscht und alle im betroffenen Browser genutzten Passwörter geändert werden. Zudem sollten Sicherheits-Scans auf den betroffenen Systemen durchgeführt werden, um eventuelle Überreste der Malware zu entfernen.

Fazit

Der Vorfall verdeutlicht, dass Browser-Erweiterungen ein hochgradig attraktives Ziel für Cyberkriminelle sind. Ein konsequentes Patch- und Berechtigungsmanagement sowie die Sensibilisierung der Mitarbeiter sind unerlässlich, um Unternehmensnetzwerke vor solchen unbemerkt eingeschleusten Bedrohungen effektiv zu schützen.

Quelle: Golem Security