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Schadhafte Erweiterungen in Chrome und Edge stehlen sensible Daten und Krypto-Werte

Security · 30.8.2026

Mehrere präparierte Browser-Erweiterungen für Chrome und Edge verbreiteten Malware, um Passwörter, Browser-Verläufe und Kryptowährungen von Nutzern zu entwenden.

Sicherheitsforscher haben mehrere schadhafte Erweiterungen im offiziellen Chrome Web Store und dem Microsoft Edge Add-on-Verzeichnis identifiziert. Diese Add-ons luden ein ausgeklügeltes Malware-Framework nach, das darauf ausgelegt war, sensible Browser-Daten, Passwörter und Kryptowährungen zu stehlen. Zudem wurden manipulierte "ClickFix"-Aufforderungen injiziert, um Nutzer zur Installation weiterer Schadsoftware zu verleiten.

Warum ist das wichtig?

Für IT-Verantwortliche und Administratoren in der DACH-Region stellt diese Kampagne ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Da Microsoft Edge der Standardbrowser in Windows-Unternehmensumgebungen ist und Google Chrome ebenfalls weite Verbreitung findet, sind Firmennetzwerke direkt gefährdet. Die Angreifer nutzen das Vertrauen in die offiziellen Webstores aus, um die klassischen Sicherheitsfilter zu umgehen. Einmal installiert, können die Erweiterungen nicht nur Zugangsdaten abgreifen, sondern über die ClickFix-Technik auch Ransomware oder Spyware tief in die Unternehmensinfrastruktur einschleusen. Auch anspruchsvolle Privatnutzer, die Krypto-Wallets im Browser verwalten, sind durch den gezielten Abzug von Krypto-Assets direkt bedroht.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Administratoren und Anwender müssen umgehend handeln, um potenzielle Infektionen einzudämmen und künftige Risiken zu minimieren:

Fazit

Der Vorfall zeigt erneut, dass die offiziellen Marktplätze von Google und Microsoft keine absolute Sicherheitsgarantie bieten. Ein proaktives Management von Browser-Erweiterungen im Unternehmen ist für eine lückenlose IT-Sicherheitsstrategie unerlässlich.

Quelle: BleepingComputer