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SafePay-Ransomware: Über 600 Angriffe auf kritische Infrastrukturen weltweit

Security · 21.10.2026

Die US-Sicherheitsbehörde CISA warnt vor der SafePay-Ransomware-Gruppe, die seit 2024 weltweit mehr als 600 Organisationen der kritischen Infrastruktur kompromittiert hat.

Die US-Sicherheitsbehörde CISA und das Bundeskriminalamt der USA (FBI) warnen vor den weitreichenden Aktivitäten der SafePay-Ransomware-Gruppe. Seit Anfang 2024 hat die cyberkriminelle Bande weltweit mehr als 600 Organisationen aus dem Sektor der kritischen Infrastruktur (KRITIS) erfolgreich angegriffen. Die Akteure nutzen primär ungepatchte Sicherheitslücken in öffentlich erreichbaren Systemen sowie gezielte Phishing-Kampagnen, um sich Erstzugang zu den Netzwerken ihrer Opfer zu verschaffen und sensible Unternehmensdaten zu verschlüsseln.

Warum ist das wichtig?

Die aktuelle Warnung verdeutlicht die anhaltend kritische Bedrohungslage für lebenswichtige Sektoren wie das Gesundheitswesen, die Energieversorgung, Transportwesen und staatliche Einrichtungen. Auch wenn CISA-Meldungen oft einen nordamerikanischen Fokus haben, agieren Ransomware-Gruppen wie SafePay global und machen vor Ländergrenzen keinen Halt. Unternehmen im DACH-Raum, insbesondere auch Zulieferer im Rahmen der Lieferkette kritischer Infrastrukturen, stehen zunehmend im Visier. Vor dem Hintergrund der strengen NIS-2-Regulierungen in Europa riskieren betroffene Organisationen bei unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen nicht nur Datenverlust, sondern auch empfindliche Bußgelder und persönliche Haftungsrisiken für das Management.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche und Administratoren müssen ihre Sicherheitsvorkehrungen proaktiv verschärfen. Zu den wichtigsten Sofortmaßnahmen gehört das Schließen bekannter Schwachstellen durch ein konsequentes Patch-Management. Insbesondere VPN-Gateways, Firewalls und Virtualisierungslösungen müssen stets auf dem neuesten Stand gehalten werden. Zudem sollte die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle externen Zugänge und administrativen Konten zwingend vorgeschrieben werden. Eine strikte Netzwerktrennung (Segmentierung) verhindert zudem, dass sich Angreifer nach einem Erstzugriff ungehindert im gesamten Unternehmensnetzwerk ausbreiten können. Schließlich sind regelmäßig getestete, physisch oder logisch isolierte Backups (Offline-Backups) der beste Schutz vor erpresserischer Verschlüsselung.

Fazit

Der Bericht zu SafePay demonstriert, dass professionelle Erpresserbanden hochgradig organisiert vorgehen und gezielt nach den schwächsten Gliedern in der Kette suchen. Nur eine Kombination aus zeitnahen Updates, restriktiver Rechtevergabe und resilienten Backup-Konzepten schützt Infrastrukturen nachhaltig vor dem Totalausfall.

Quelle: BleepingComputer