Security · 6.10.2026
Eine neue Variante der ClickFix-Methode nutzt manipulierte Websites, um Schadcode im Browser-Cache abzulegen und Sicherheitsbarrieren unter Windows zu umgehen.
Sicherheitsforscher haben eine neue, hochentwickelte Variante der sogenannten „ClickFix“-Angriffsmethode entdeckt. Dabei infizieren Angreifer legitime Websites, um bösartige Skripte unbemerkt im Cache des Webbrowsers abzuspeichern (Pre-Fetching). Durch diesen Ansatz müssen keine klassischen Downloads initiiert werden, wodurch gängige Sicherheitsprüfungen und Ausführungssperren von Windows effektiv umgangen werden.
Für IT-Verantwortliche und Administratoren in Unternehmen der DACH-Region stellt diese Methode ein erhebliches Risiko dar. Da der Payload direkt aus dem lokalen Browser-Cache geladen wird, greifen traditionelle Erkennungsmuster für verdächtige Web-Downloads oft ins Leere. Angreifer nutzen die Gutgläubigkeit von Nutzern aus, indem sie täuschend echte Fehlermeldungen – wie angebliche Probleme beim Laden von Webseiten oder vermeintlich fehlende Browser-Updates – einblenden. Folgt der Anwender den Anweisungen, wird der bereits im Cache liegende Schadcode ausgeführt. Dies betrifft insbesondere Windows-Umgebungen, da die Angreifer gezielt die lokalen Ausführungslimits des Betriebssystems austricksen, um Ransomware, Infostealer oder Remote-Access-Trojaner (RATs) ins Firmennetzwerk einzuschleusen.
Um sich und Ihr Unternehmen vor dieser neuen Bedrohungswelle zu schützen, sollten IT-Verantwortliche folgende Maßnahmen umgehend ergreifen:
Die Weiterentwicklung der ClickFix-Kampagnen zeigt, dass Angreifer zunehmend auf lokale Speicher- und Ausführungsmechanismen setzen, um netzwerkbasierte Schutzbarrieren auszuhebeln. Nur eine Kombination aus restriktiven Betriebssystem-Rechten und geschulten Anwendern bietet hier einen effektiven Schutz.
Quelle: The Hacker News