Security · 20.10.2026
Nach einem unbefugten Zugriff auf die Datenbank von ConnectWise Cloud Backup setzt der Anbieter Sicherheitsmaßnahmen um und erzwingt den Austausch von Zugangsdaten.
Der IT-Dienstleister ConnectWise hat nach einem Sicherheitsvorfall umfangreiche Gegenmaßnahmen eingeleitet. Ein unbefugter Zugriff auf die Anwendungsdatenbank des Dienstes „ConnectWise Cloud Backup“ zwang das Unternehmen dazu, administrative Schutzmaßnahmen zu verschärfen und Konten sowie Anwendungsdaten zurückzusetzen. Während der Vorfall untersucht wird, bleibt die Backup-Plattform vorerst offline.
ConnectWise-Lösungen sind im DACH-Raum bei vielen Managed Service Providern (MSPs) und IT-Abteilungen im Einsatz, um Client- und Server-Infrastrukturen zu verwalten und zu sichern. Ein Vorfall, der die Cloud-Backup-Infrastruktur betrifft, birgt erhebliche Risiken für die Datensicherheit und die Geschäftskontinuität von Unternehmen. Da Backup-Systeme oft sensible Unternehmensdaten und Systemabbilder enthalten, könnte ein unbefugter Zugriff im schlimmsten Fall für Ransomware-Angriffe oder Wirtschaftsspionage missbraucht werden. Auch wenn bisher keine direkten Datenabflüsse bestätigt wurden, verdeutlicht der Vorfall die Verwundbarkeit zentraler Cloud-Verwaltungswerkzeuge.
Administratoren und IT-Verantwortliche, die ConnectWise Cloud Backup nutzen, sollten unverzüglich folgende Schritte einleiten:
Der Vorfall bei ConnectWise zeigt erneut, dass Cloud-Backup-Dienste ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle darstellen. IT-Verantwortliche müssen proaktiv reagieren, die erzwungenen Passwort-Resets zügig umsetzen und ihre Sicherheitsarchitektur durch zusätzliche MFA-Mechanismen und strikte Zugriffskontrollen härten.
Quelle: The Hacker News