Security · 14.10.2026
Nach Danfoss sind nun auch Steuerungen des Herstellers Copeland von Cyberangriffen auf europäische Supermarkt-Kühlketten betroffen.
Cyberkriminelle nehmen verstärkt die IoT- und OT-Infrastruktur im europäischen Lebensmitteleinzelhandel ins Visier. Nach Vorfällen bei Systemen des Herstellers Danfoss wurde bekannt, dass nun auch Steuergeräte des US-Konzerns Copeland kompromittiert wurden. Die Angreifer nutzen offenbar Schwachstellen in den mit dem Internet verbundenen Temperaturreglern und Kühlsystemen aus.
Für DACH-Unternehmen, insbesondere im Einzelhandel und der Logistik, verdeutlicht dieser Vorfall die wachsenden Risiken im Bereich der Operational Technology (OT). Kühlketten gehören zur kritischen Infrastruktur im weiteren Sinne. Ein Ausfall oder eine Manipulation dieser Systeme kann zu massiven wirtschaftlichen Schäden durch verdorbene Waren führen. Zudem zeigt der Fall, dass vermeintlich isolierte IoT-Geräte oft unzureichend abgesichert und direkt aus dem Internet erreichbar sind, was sie zu leichten Zielen für Ransomware-Gruppen oder Saboteure macht. Auch IT-Verantwortliche in anderen Branchen müssen erkennen, dass die physische Sicherheit von Anlagen zunehmend von der IT-Sicherheit abhängt.
IT-Administratoren und Betreiber von Kälte- und Gebäudetechnik sollten umgehend handeln, um ihre Systeme abzusichern:
Der Fall Copeland unterstreicht die Notwendigkeit, OT-Sicherheit nicht länger stiefmütterlich zu behandeln. Die Absicherung von Industrie- und Gebäudesteuerungen muss integraler Bestandteil jeder professionellen IT-Sicherheitsstrategie sein.
Quelle: Golem Security