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Kritische Sicherheitslücke in Cisco Nexus 9000 Switches ermöglicht Root-Zugriff

Security · 3.9.2026

Cisco schließt eine kritische Sicherheitslücke in Nexus-9000-Switches, über die unbefugte Angreifer aus der Ferne Schadcode mit Root-Rechten ausführen können.

Cisco hat Sicherheitsupdates für eine kritische Schwachstelle in seinen Nexus-9000-Switches veröffentlicht. Die Sicherheitslücke betrifft zehn Modelle, die auf der Silicon-One-Architektur basieren. Unauthentifizierte Angreifer aus der Ferne können diese Schwachstelle ausnutzen, um beliebigen Code mit Root-Rechten auf den betroffenen Systemen auszuführen.

Warum ist das wichtig?

Für Unternehmen im DACH-Raum, die auf Cisco-Infrastruktur setzen, stellt diese Meldung ein erhebliches Risiko dar. Da ein Angreifer für das Ausnutzen der Sicherheitslücke weder authentifiziert sein noch physischen Zugriff auf das Gerät haben muss, ist das Schadenspotenzial extrem hoch. Die Erlangung von Root-Rechten erlaubt es Angreifern, den gesamten Netzwerkverkehr zu manipulieren, sensible Daten abzugreifen oder die Switches als Brückenkopf für tiefergehende Angriffe auf das interne Unternehmensnetzwerk zu nutzen. Parallel dazu hat Cisco ein Hardening-Release für IOS XR bereitgestellt, das sieben weitere Schwachstellen schließt, von denen zwei ebenfalls mit dem maximalen CVSS-Wert von 9,8 eingestuft wurden. Dies verdeutlicht, dass Netzwerkkomponenten derzeit im Fokus von Cyberkriminellen stehen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche und Netzwerkadministratoren sollten unverzüglich prüfen, ob in ihrer Infrastruktur betroffene Modelle der Reihe Cisco Nexus 9000 im Einsatz sind, die auf Silicon One basieren. Falls dies der Fall ist, müssen die von Cisco bereitgestellten Patches und Firmware-Updates umgehend eingespielt werden. Es wird empfohlen, die betroffenen Management-Schnittstellen nicht direkt aus dem Internet erreichbar zu machen, sondern den Zugriff streng auf autorisierte Administrations-Netzwerke (Out-of-Band-Management) zu beschränken. Zudem sollten die Logdateien der Switches auf ungewöhnliche Aktivitäten untersucht werden, um eine potenzielle Kompromittierung im Vorfeld auszuschließen.

Fazit

Die Absicherung der Netzwerkinfrastruktur ist das Fundament der IT-Sicherheit in jedem Unternehmen. Da Cisco-Switches zentrale Knotenpunkte im Datenverkehr darstellen, duldet das Einspielen dieser Sicherheitsupdates keinen Aufschub.

Quelle: The Hacker News