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Kritische Zero-Day-Lücke in Fortinet FortiMail aktiv ausgenutzt

Security · 2.10.2026

Eine kritische Sicherheitslücke in Fortinet FortiMail (CVE-2026-104286) ermöglicht unbefugte Datei-Schreibzugriffe und wird bereits aktiv für Angriffe ausgenutzt.

Die US-Sicherheitsbehörde CISA hat eine kritische Zero-Day-Sicherheitslücke in Fortinet FortiMail in ihren KEV-Katalog (Known Exploited Vulnerabilities) aufgenommen. Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-104286 ermöglicht es nicht authentifizierten Angreifern, beliebige Dateien auf den betroffenen Systemen zu schreiben. Da die Lücke bereits aktiv in freier Wildbahn ausgenutzt wird, besteht dringender Handlungsbedarf für IT-Verantwortliche.

Warum ist das wichtig?

FortiMail-Systeme werden in zahlreichen Unternehmen im DACH-Raum als zentrale E-Mail-Sicherheits-Gateways eingesetzt. Da diese Appliances per Definition direkt aus dem Internet erreichbar sein müssen, um den ein- und ausgehenden E-Mail-Verkehr zu filtern, stellen sie ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle und staatlich akquirierte Akteure dar. Ein erfolgreicher Angriff über diese Schwachstelle erlaubt es Angreifern, sensible Konfigurationsdateien zu manipulieren oder Schadcode direkt auf dem Gateway zu platzieren. Dies kann als Brückenkopf dienen, um in das interne Netzwerk einzudringen, Ransomware zu verteilen oder den E-Mail-Verkehr zu überwachen. Da die Ausnutzung ohne vorherige Authentifizierung erfolgt, ist die Eintrittsbarriere für Angreifer extrem niedrig.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Administratoren von FortiMail-Appliances sollten unverzüglich Maßnahmen zur Absicherung ergreifen, da eine aktive Ausnutzung bereits stattfindet. Die folgenden Schritte sind dringend empfohlen:

Quelle: The Hacker News