Security · 1.9.2026
Angreifer nutzen eine unberechtigte Remote-Code-Execution-Schachstelle (CVE-2026-0768) in Langflow aus, um sensible Zugangsdaten für OpenAI und AWS zu entwenden.
Eine kritische Sicherheitslücke im Open-Source-KI-Framework Langflow wird derzeit aktiv ausgenutzt. Angreifer nutzen die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-0768, um ohne vorherige Authentifizierung Schadcode auszuführen (Remote Code Execution, RCE). Ziel der Kampagne ist der gezielte Diebstahl hochsensibler API-Schlüssel und Zugangsdaten, insbesondere für Cloud-Dienste wie Amazon Web Services (AWS) und KI-Schnittstellen wie OpenAI.
Langflow ist ein weit verbreitetes Werkzeug zur schnellen Prototypenerstellung und Orchestrierung von KI-gestützten Anwendungen. Viele IT-Verantwortliche und Entwickler im DACH-Raum setzen das Framework ein, um Large Language Models (LLMs) in die eigene Unternehmens-Infrastruktur zu integrieren. Da diese Systeme oft weitreichende Berechtigungen besitzen, um auf interne Datenbanken und externe Cloud-Ressourcen zuzugreifen, stellen sie ein hochattraktives Ziel dar. Ein Abfluss von AWS- oder OpenAI-API-Schlüsseln kann nicht nur zu enormen finanziellen Schäden durch unbefugte Ressourcennutzung führen, sondern birgt auch erhebliche Compliance- und Datenschutzrisiken. Angreifer können über die gestohlenen Schlüssel tiefer in das Unternehmensnetzwerk eindringen.
Administratoren und DevOps-Teams in Unternehmen müssen unverzüglich handeln, um potenziell betroffene Systeme abzusichern. Folgende Schritte werden dringend empfohlen:
Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass der rasante Aufstieg von KI-Tools im Enterprise-Umfeld oft mit erheblichen Sicherheitsrisiken einhergeht. IT-Verantwortliche müssen sicherstellen, dass auch vermeintlich interne Entwicklungswerkzeuge und Schatten-IT denselben strengen Sicherheits- und Patch-Richtlinien unterliegen wie produktive Kernsysteme.
Quelle: BleepingComputer