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ClickFix-Angriffe: Manipulierte Custom-ChatGPTs verbreiten RAT-Malware

Security · 29.9.2026

Kriminelle nutzen manipulierte Custom GPTs und Google-Anzeigen für sogenannte „ClickFix“-Angriffe, um Schadsoftware auf Windows-Systemen zu installieren.

Cyberkriminelle nutzen zunehmend manipulierte, maßgeschneiderte ChatGPT-Varianten (Custom GPTs), um Schadsoftware zu verbreiten. Über manipulierte Google-Suchanzeigen werden Nutzer auf gefälschte Websites gelockt, die sogenannte „ClickFix“-Techniken anwenden. Dabei werden Opfer dazu verleitet, bösartigen Code über die Windows-Eingabeaufforderung oder PowerShell auszuführen, was zur Infektion mit Remote-Access-Trojanern (RATs) führt.

Warum ist das wichtig?

Diese Angriffsmethode ist besonders tückisch, da sie das Vertrauen in bekannte Marken wie OpenAI und Google ausnutzt. Für IT-Verantwortliche und Administratoren in der DACH-Region stellt dies ein erhebliches Risiko dar: Mitarbeiter, die nach legitimen KI-Werkzeugen für den Arbeitsalltag suchen, können ungewollt Schadsoftware ins Unternehmensnetzwerk einschleusen. Die verwendeten RAT-Trojaner ermöglichen Angreifern den vollständigen Zugriff auf das betroffene System, den Diebstahl von Zugangsdaten sowie die Vorbereitung weiterer Angriffe wie Ransomware-Infektionen. Da die Ausführung des Codes manuell durch den Benutzer erfolgt (Social Engineering), versagen traditionelle signaturbasierte Antiviren-Lösungen in der ersten Phase des Angriffs häufig.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Um Netzwerke und Endgeräte effektiv vor dieser Bedrohung zu schützen, sollten Unternehmen und IT-Admins folgende Maßnahmen ergreifen:

Fazit

Die Kombination aus Suchmaschinen-Malvertising und ausgeklügeltem Social Engineering zeigt, dass technische Schutzmaßnahmen allein nicht ausreichen. Nur durch die Kombination aus systematischer Benutzeraufklärung (Security Awareness) und restriktiven Systemberechtigungen lassen sich solche Angriffe effektiv abwehren.

Quelle: BleepingComputer