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Cyberangriffe: Datenlecks bei Deloitte, FTAPI und weiteren Konzernen gemeldet

Security · 12.10.2026

Eine kriminelle Gruppierung behauptet, sensible Daten von Großunternehmen wie Deloitte, FTAPI und MoneyGram erbeutet zu haben. Erste Datensätze wurden bereits veröffentlicht.

Eine mutmaßliche Cyberkriminellen-Gruppe hat sensible Daten von mehreren internationalen Großunternehmen sowie dem deutschen IT-Dienstleister FTAPI entwendet. Während von einigen Unternehmen wie Confluent, Deloitte, KFC und MoneyGram bislang nur Behauptungen über einen erfolgreichen Diebstahl vorliegen, wurden Daten von Air Canada und dem Münchner Spezialisten für sicheren Datenaustausch, FTAPI, bereits im Darknet veröffentlicht. Die Vorfälle verdeutlichen erneut die anhaltende Bedrohung durch gezielte Angriffe auf digitale Dienstleister und die Lieferkette.

Warum ist das wichtig?

Für Unternehmen im DACH-Raum ist dieser Vorfall von hoher Relevanz, da FTAPI ein etablierter deutscher Anbieter für den sicheren Datenaustausch und verschlüsselte Kommunikation ist. Zahlreiche mittelständische Betriebe, kritische Infrastrukturen sowie Behörden in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen diese Plattform, um sensible Dokumente zu übertragen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen und Kundendaten oder gar ausgetauschte Dateien kompromittiert sein, drohen betroffenen Organisationen erhebliche Datenschutzverletzungen und potenzielle Verstöße gegen die DSGVO. Auch der Vorfall bei Deloitte zeigt, dass selbst hochgradig spezialisierte Beratungs- und IT-Dienstleister im Visier von Angreifern stehen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche und Administratoren, die Dienste von FTAPI oder anderen betroffenen Plattformen nutzen, sollten umgehend aktiv werden. Es wird dringend empfohlen, die eigenen Systemprotokolle auf ungewöhnliche Aktivitäten und unautorisierte Zugriffe zu überprüfen. Zugangsdaten, API-Schlüssel und Zertifikate, die für die Kommunikation mit den betroffenen Schnittstellen verwendet werden, sollten vorsorglich erneuert werden. Zudem sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter erhöht für Phishing-Angriffe sensibilisieren. Abgeflossene Kontaktdaten werden von Angreifern häufig für hochgradig personalisierte Social-Engineering-Kampagnen missbraucht.

Fazit

Die aktuellen Meldungen unterstreichen, dass die Absicherung der eigenen Lieferkette (Supply Chain Security) eine der größten Herausforderungen für IT-Abteilungen bleibt. Da auch Sicherheitsdienstleister kompromittiert werden können, gewinnt die konsequente Umsetzung eines Zero-Trust-Ansatzes im eigenen Netzwerk weiter an Bedeutung.

Quelle: heise Security