Microsoft · 28.9.2026
Ein optionales Update für Microsoft 365 führt zu unerwarteten Lizenzdeaktivierungen und automatischen Deinstallationen. Microsoft hat die Verteilung gestoppt.
Microsoft hat die Verteilung eines optionalen Updates für die Microsoft-365-Suite gestoppt, nachdem vermehrt Berichte über schwerwiegende Fehler aufgetreten sind. Die Aktualisierung, die eigentlich veraltete Office-Installationen auf den neuesten Stand bringen sollte, führt stattdessen in vielen Fällen zur Aufhebung der Produktaktivierung oder gar zur vollständigen Deinstallation der Anwendungen. IT-Verantwortliche und Anwender stehen nun vor dem Problem, dass produktive Office-Umgebungen plötzlich nicht mehr einsatzbereit sind.
Für Unternehmen im DACH-Raum ist dieser Vorfall von hoher Relevanz, da Microsoft 365 in der täglichen Büroarbeit eine kritische Infrastruktur darstellt. Wenn Lizenzen unberechtigt deaktiviert werden oder Anwendungen ohne Zustimmung des Nutzers vom System verschwinden, führt dies zu unmittelbaren Produktivitätsausfällen und erheblichem Support-Aufwand für die IT-Abteilungen. Da viele Administratoren optionale Updates zur Vorbereitung auf reguläre Patchdays testen, sind insbesondere Testumgebungen und firmeninterne Pilot-Systeme betroffen. Der Vorfall verdeutlicht erneut das Risiko, das mit automatisierten oder unzureichend geprüften Update-Prozessen im Enterprise-Segment einhergeht.
IT-Verantwortliche sollten umgehend prüfen, ob das betroffene optionale Update in ihren Netzwerken bereits freigegeben oder verteilt wurde. Microsoft hat die Verteilung serverseitig gestoppt, weshalb keine neuen Installationen dieses Updates mehr durchgeführt werden sollten. Falls auf Client-Systemen bereits Probleme aufgetreten sind, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:
Der aktuelle Fehler zeigt, dass auch vermeintlich harmlose Pflege-Updates das Potenzial haben, den Geschäftsbetrieb empfindlich zu stören. IT-Abteilungen sollten ihre Update-Strategien anpassen und optionale Aktualisierungen standardmäßig so lange zurückhalten, bis ausreichende Stabilitätsberichte aus der Praxis vorliegen.
Quelle: Golem Security