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EU-Kommission: Mitarbeiter kritisieren Teams-Alternative Element Pro

Politik · 3.10.2026

Beim Testen des quelloffenen Messengers Element Pro als Backup für Microsoft Teams stößt die EU-Kommission auf internen Widerstand und technische Hürden.

Die Europäische Kommission sucht nach Wegen, ihre digitale Souveränität zu stärken und testet derzeit den quelloffenen Messenger Element Pro als Backup-Lösung für Microsoft Teams. Das auf dem Matrix-Protokoll basierende Tool soll im Falle von Microsoft-Ausfällen oder aus Datenschutzgründen als sichere Kommunikationsalternative dienen. Berichten zufolge stößt das Projekt intern jedoch auf erhebliche Kritik seitens der Mitarbeiter, die mangelnde Benutzerfreundlichkeit und technische Unzulänglichkeiten beklagen.

Warum ist das wichtig?

Für IT-Verantwortliche und Administratoren im DACH-Raum zeigt dieser Fall ein zentrales Dilemma der modernen IT-Infrastruktur auf: den Spagat zwischen digitaler Souveränität und Anwenderakzeptanz. Microsoft Teams ist in den meisten Unternehmen und Behörden fest etabliert, birgt jedoch durch die Cloud-Abhängigkeit und US-amerikanische Gesetzgebung datenschutzrechtliche Risiken. Initiativen, auf europäische oder quelloffene Alternativen auszuweichen, scheitern in der Praxis oft nicht an den Sicherheitsfeatures, sondern an der mangelnden Usability und dem gewohnten Komfort der Anwender. Ein reibungsloser Betrieb ist nur dann gewährleistet, wenn Backup-Systeme von den Mitarbeitern im Ernstfall auch intuitiv bedient werden können.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sollten aus den Erfahrungen der EU-Kommission lernen und folgende Schritte für ihre eigene Kommunikationsstrategie berücksichtigen:

Fazit

Der Versuch der EU-Kommission verdeutlicht, dass digitale Souveränität kein reines IT-Sicherheitsthema ist, sondern maßgeblich von der Usability abhängt. Wer proprietäre Plattformen wie Microsoft Teams durch Open-Source-Lösungen ergänzen oder ersetzen möchte, muss die Anwender von Anfang an aktiv in den Migrationsprozess einbinden.

Quelle: Golem Security