Security · 7.9.2026
Auf dem deutschen Gebrauchtmarkt sind manipulierte Nvidia-Grafikkarten aufgetaucht, bei denen Grafikprozessor und Speicher fachmännisch entlötet wurden.
In Deutschland sind erstmals manipulierte Nvidia-Grafikkarten aufgetaucht, bei denen die zentralen Komponenten wie der Grafikprozessor (GPU) und der Videospeicher (VRAM) fachmännisch entlötet wurden. Käufer erhalten optisch einwandfreie Hardware, die jedoch funktionsunfähig ist und lediglich aus der Platine und dem Kühler besteht. Diese Betrugsmasche betrifft insbesondere den Gebrauchtmarkt für leistungsstarke Workstation- und Server-Komponenten.
Für IT-Verantwortliche, Administratoren und professionelle Anwender in der DACH-Region stellt dieser Trend eine ernsthafte Bedrohung bei der Beschaffung dar. Viele Unternehmen und anspruchsvolle Privatanwender weichen aufgrund von Budgetbeschränkungen oder Lieferengpässen auf den Sekundärmarkt aus, um Server, Workstations oder KI-Entwicklungsrechner auszustatten. Wenn manipulierte Hardware in die Lieferkette gelangt, führt dies nicht nur zu direktem finanziellen Schaden, sondern auch zu erheblichen Ausfallzeiten und Verzögerungen bei IT-Projekten. Da die Modifikationen von außen oft kaum zu erkennen sind – die Kühler verdecken die fehlenden Chips –, fällt der Betrug meist erst beim Einbau oder bei einer detaillierten physischen Inspektion auf.
Um sich vor finanziellem Schaden und Sicherheitsrisiken zu schützen, sollten beim Einkauf von Hardware folgende Maßnahmen ergriffen werden:
Der Fund entlöteter Nvidia-Karten in Deutschland zeigt, dass professionelle Betrüger verstärkt den IT-Gebrauchtmarkt ins Visier nehmen. IT-Abteilungen müssen ihre Beschaffungs- und Prüfprozesse anpassen, um teure Fehlkäufe und potenzielle Sicherheitsrisiken durch manipulierte Hardware effektiv auszuschließen.
Quelle: Golem Security