Security · 18.9.2026
Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen nehmen zu. Eine Simulation des Fraunhofer SIT zeigt nun Schwachstellen in den Notfallplänen auf und liefert Lehren für Unternehmen.
Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) führt derzeit Simulationen durch, um die Cyber-Resilienz von Krankenhäusern im Ernstfall zu testen. Angesichts der zunehmenden Dynamik und Professionalisierung von Ransomware-Angriffen geraten medizinische Einrichtungen immer häufiger ins Visier von Cyberkriminellen. Die Tests sollen Schwachstellen in bestehenden Notfallplänen aufdecken, bevor es zu realen, potenziell lebensbedrohlichen Systemausfällen kommt.
Obwohl Krankenhäuser zur Kritischen Infrastruktur (KRITIS) gehören, lassen sich die dort gewonnenen Erkenntnisse direkt auf DACH-Unternehmen aller Branchen und anspruchsvolle Privatanwender übertragen. Die Bedrohungslage durch Ransomware hat eine beispiellose Dynamik erreicht, bei der nicht mehr nur Daten verschlüsselt, sondern zunehmend physische Betriebsabläufe blockiert werden. Viele Organisationen verfügen zwar über theoretische IT-Notfallkonzepte, diese halten jedoch einer realen Belastungsprobe ohne vorherige praktische Simulationen selten stand. Schwachstellen in der internen Kommunikation und unklare Zuständigkeiten verzögern die Wiederherstellung der Systeme im Ernstfall massiv.
IT-Verantwortliche und Administratoren sollten ihre Sicherheitsstrategie proaktiv anpassen und folgende Maßnahmen ergreifen:
Die Initiative des Fraunhofer SIT verdeutlicht, dass reine Präventionsmaßnahmen im modernen Bedrohungsumfeld nicht mehr ausreichen. IT-Entscheider müssen die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) ihrer Systeme in den Fokus rücken, um im Schadensfall die Geschäftskontinuität schnellstmöglich und ohne Datenverlust wiederherzustellen.
Quelle: heise Security