Security · 23.10.2026
Sicherheitsforscher haben eine KI-gestützte Angriffs-Infrastruktur namens „Phantom“ aufgedeckt, die von Ransomware-Gruppen zur Automatisierung von Einbrüchen genutzt wird.
Sicherheitsforscher haben eine hochentwickelte, KI-gestützte Angriffsinfrastruktur namens „Phantom“ offengelegt. Dieses als „Autonomous Red Team Kill Chain Framework“ bezeichnete System wird offenbar von Partnern der Ransomware-Gruppen „INC“ und „The Gentlemen“ genutzt. Mithilfe von autonomen KI-Agenten automatisiert die Plattform komplexe Schritte der Angriffskette, um schneller und effizienter in Netzwerke einzudringen.
Die Entdeckung von „Phantom“ markiert eine neue Eskalationsstufe in der Bedrohungslandschaft für Unternehmen im DACH-Raum. Bisher erforderten gezielte Netzwerk-Einbrüche und die darauffolgende Ausbreitung im System (Lateral Movement) viel manuelle Arbeit von erfahrenen Cyberkriminellen. Durch den Einsatz von KI-Agenten können Angreifer nun Schwachstellen-Scans, das Ausnutzen von Sicherheitslücken und das Sammeln von Anmeldedaten im großen Stil und in enormer Geschwindigkeit automatisieren. Dies senkt die Eintrittsbarriere für weniger versierte Angreifer drastisch und erhöht gleichzeitig die Frequenz und Präzision von Ransomware-Attacken auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie kritische Infrastrukturen.
IT-Verantwortliche und Administratoren müssen ihre Verteidigungsstrategien an diese beschleunigten Angriffszyklen anpassen. Folgende Maßnahmen sind jetzt dringend empfohlen:
Der Einsatz von KI ist längst keine theoretische Zukunftsmusik von Cyberkriminellen mehr, sondern gelebte Praxis. IT-Abteilungen müssen ihre Erkennungs- und Abwehrmechanismen ebenfalls automatisieren, um mit der Geschwindigkeit der Angreifer Schritt halten zu können.
Quelle: The Hacker News