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Gefälschter LastPass-Installer nutzt Microsoft-signierte Treiber zur AV-Deaktivierung

Security · 21.9.2026

Ein manipulierter LastPass-Installer verbreitet sich über GitHub. Er nutzt einen signierten Windows-Treiber, um Antiviren-Software auszuschalten und Passwörter zu stehlen.

Sicherheitsforscher warnen vor einer Schadsoftware, die sich als legitimer Installer für den LastPass Authenticator ausgibt und über GitHub verbreitet wird. Die Malware nutzt einen legitimen, von Microsoft digital signierten Windows-Kernel-Treiber, um installierte Sicherheitslösungen und EDR-Systeme (Endpoint Detection and Response) gezielt abzuschalten. Sobald der Schutz deaktiviert ist, schleust das Programm einen Password-Stealer ein, um sensible Anmeldedaten zu entwenden.

Warum ist das wichtig?

Diese Angriffsmethode wird als "Bring Your Own Vulnerable Driver" (BYOVD) bezeichnet und stellt für IT-Verantwortliche in DACH-Unternehmen sowie für anspruchsvolle Privatanwender eine erhebliche Bedrohung dar. Da der missbrauchte Kernel-Treiber eine gültige Microsoft-Signatur besitzt, wird er von vielen Betriebssystemen und Standard-Sicherheitslösungen zunächst als vertrauenswürdig eingestuft. Dies ermöglicht es Angreifern, tiefgreifende Systemrechte zu erlangen und etablierte Antiviren-Software wirkungslos zu machen. Für Administratoren bedeutet dies, dass herkömmliche signaturbasierte Erkennungsmethoden allein nicht ausreichen, um solche hochentwickelten Angriffe abzuwehren, insbesondere wenn Benutzer mit administrativen Rechten arbeiten und Software aus ungesicherten Quellen wie GitHub-Repositories herunterladen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Um sich vor dieser und ähnlichen Bedrohungen zu schützen, sollten Administratoren und IT-Sicherheitsverantwortliche folgende Maßnahmen ergreifen:

Fazit

Der Missbrauch von kryptografisch signierten Treibern hebelt grundlegende Sicherheitsmechanismen von Windows aus. Nur durch eine Kombination aus strikten Richtlinien für Software-Downloads, restriktiven Benutzerrechten und modernen, verhaltensbasierten Sicherheitslösungen lässt sich dieses Risiko in Unternehmensnetzwerken effektiv minimieren.

Quelle: The Hacker News