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FakeGit-Kampagne: Über 17.000 infizierte GitHub-Repositories entdeckt

Security · 8.10.2026

Die reaktivierte Schadsoftware-Kampagne „FakeGit“ verteilt über gefälschte GitHub-Verzeichnisse den StealC-Infostealer und gefährdet sensible Entwickler- und Unternehmensdaten.

Eine massive Schadsoftware-Kampagne namens „FakeGit“ ist mit veränderter Taktik zurückgekehrt. Sicherheitsforscher haben über 17.610 manipulierte Repositories auf GitHub identifiziert, die Schadsoftware verbreiten. Die Angreifer nutzen dabei automatisierte Mechanismen, um legitime Projekte zu kopieren und mit dem sogenannten „SmartLoader“ zu infizieren, der letztlich den hochentwickelten Infostealer „StealC“ auf die Systeme der Opfer nachlädt.

Warum ist das wichtig?

Für IT-Abteilungen und Entwickler in der DACH-Region stellt diese Kampagne eine erhebliche Bedrohung dar. GitHub ist eine der wichtigsten Quellen für Open-Source-Code und Hilfswerkzeuge im Administrationsalltag. Die Angreifer manipulieren gezielt die Bewertungsmetriken der Plattform: Durch gefälschte Sterne (Stars) und Forks wirken die schadhaften Repositories täuschend echt und vertrauenswürdig. Sobald ein Entwickler oder Administrator ein solches Repository klont oder die darin enthaltenen Skripte ausführt, infiziert der SmartLoader das System. Der anschließend installierte StealC-Infostealer ist darauf spezialisiert, sensible Daten wie Passwörter, Browser-Daten, Krypto-Wallets und Zugangsdaten zu Unternehmensnetzwerken abzugreifen. Dies kann der Ausgangspunkt für weitreichende Ransomware-Angriffe oder Industriespionage sein.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Um sich vor dieser Bedrohung zu schützen, sollten IT-Verantwortliche und Administratoren folgende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen:

Fazit

Die FakeGit-Kampagne zeigt erneut, wie anfällig Entwicklungs-Ökosysteme für Angriffe auf die Lieferkette sind. Ein gesundes Misstrauen gegenüber scheinbar populären GitHub-Projekten ist im professionellen IT-Betrieb unerlässlich geworden, um sensible Infrastrukturen vor Datenabfluss zu schützen.

Quelle: BleepingComputer