Zum Hauptinhalt springen

Metabase-Sicherheitslücke: Passwort-Reset gefährdet Zugangsdaten verbundener Datenbanken

Security · 1.9.2026

Eine kritische SQL-Injection-Schwachstelle in der Business-Intelligence-Software Metabase ermöglicht das Auslesen sämtlicher Zugangsdaten hinterlegter Datenbanken.

In der beliebten Open-Source-Business-Intelligence-Software Metabase wurde eine kritische Sicherheitslücke entdeckt. Über eine SQL-Injection-Schwachstelle im Passwort-Reset-Prozess können Angreifer unbefugt die Zugangsdaten aller angebundenen Datenbanken auslesen. Dies gefährdet die Vertraulichkeit sensibler Unternehmensdaten im gesamten Netzwerk und erfordert schnelles Handeln der Administratoren.

Warum ist das wichtig?

Metabase wird in vielen Unternehmen im DACH-Raum als zentrales Werkzeug zur Datenanalyse und Visualisierung eingesetzt. Da die Software naturgemäß mit zahlreichen produktiven Datenbanken – von PostgreSQL über MySQL bis hin zu Microsoft SQL Server – verknüpft ist, sind die dort hinterlegten Zugangsdaten besonders schützenswert. Gelingt es Angreifern, diese Anmeldedaten über die Schwachstelle abzugreifen, erhalten sie potenziell vollen Zugriff auf sensible Kundendaten, Finanzberichte oder interne Geschäftsgeheimnisse. Da der Exploit über eine scheinbar harmlose Funktion wie den Passwort-Reset erfolgt, bleibt der Angriffsvektor im Alltag oft unbemerkt, bis es zu einem Datenabfluss kommt. Für IT-Verantwortliche stellt dies ein erhebliches Compliance- und Sicherheitsrisiko dar, da auch regulatorische Vorgaben wie die DSGVO direkt betroffen sind.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Administratoren und IT-Sicherheitsverantwortliche müssen unverzüglich handeln, um die betroffenen Systeme zu schützen. Folgende Maßnahmen werden dringend empfohlen:

Fazit

Die Schwachstelle in Metabase verdeutlicht erneut, wie verwundbar zentrale Analysewerkzeuge sein können, wenn sie weitreichende Rechte auf interne Datenbestände besitzen. Ein schnelles Einspielen der vom Hersteller bereitgestellten Patches sowie eine konsequente Rotation der betroffenen Passwörter sind nun unerlässlich, um das Risiko eines vollständigen Datenabflusses zu minimieren.

Quelle: Golem Security