Security · 19.10.2026
Der österreichische Smart-Home-Spezialist Loxone wurde Opfer eines Cyberangriffs. Kundensysteme sind laut Hersteller nicht betroffen, jedoch wurden Daten kopiert.
Der österreichische Anbieter von Gebäudeautomatisierungslösungen Loxone hat einen schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfall bestätigt. Nach Angaben des Unternehmens ist es Angreifern gelungen, in interne IT-Systeme einzudringen und sensible Daten zu kopieren. Die eigentlichen Kundensysteme der intelligenten Gebäudesteuerungen, die sogenannten Miniserver, seien nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch nicht kompromittiert worden.
Loxone ist einer der führenden Akteure im Bereich der Smart-Home- und Gebäudeautomatisierung im DACH-Raum. Zahlreiche Unternehmen und anspruchsvolle Privatnutzer setzen auf die Systeme des Herstellers, um Beleuchtung, Heizung, Zutrittskontrollen und das Energiemanagement zu steuern. Ein solcher Vorfall zeigt erneut, dass auch Zulieferer im Bereich der Operational Technology (OT) zunehmend im Visier von Cyberkriminellen stehen. Auch wenn die Steuerungseinheiten vor Ort beim Kunden autark arbeiten und im aktuellen Fall nicht direkt kompromittiert wurden, birgt ein Datenabfluss beim Hersteller immer das Risiko von Folgeangriffen wie Phishing-Kampagnen oder Social Engineering gegen die Kundschaft.
Obwohl nach Unternehmensangaben keine direkten Kundensysteme betroffen sind, sollten IT-Verantwortliche und Administratoren, die Loxone-Komponenten im geschäftlichen oder privaten Umfeld einsetzen, proaktiv folgende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen:
Der Vorfall bei Loxone unterstreicht die Notwendigkeit, Lieferketten und Drittanbieter kontinuierlich in das eigene Risikomanagement einzubeziehen. Auch wenn der Schaden vor Ort durch die autarke Systemarchitektur eingegrenzt werden konnte, müssen IT-Verantwortliche nun aufmerksam auf potenzielle Folgeangriffe reagieren.
Quelle: heise Security