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Datenleak in Berlin: Hackerbande Rhysida veröffentlicht 5,8 Terabyte Behördendaten

Security · 6.9.2026

Nach einem Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung hat die Ransomware-Gruppe Rhysida ein riesiges Datenpaket veröffentlicht, das auch sensible Bürger- und Geschäftsdaten enthält.

Die berüchtigte Ransomware-Gruppe Rhysida hat nach einem erfolgreichen Cyberangriff rund 5,8 Terabyte an sensiblen Verwaltungsdaten aus Berlin im Darknet veröffentlicht. Bei dem Vorfall, der als einer der schwersten Datenabflüsse der deutschen Behördengeschichte gilt, wurden hochsensible Dokumente, interne Kommunikation sowie persönliche Daten von Bürgern und Angestellten kompromittiert. Die Angreifer hatten zuvor vergeblich versucht, die Verwaltung mit einer Lösegeldforderung zu erpressen.

Warum ist das wichtig?

Unternehmen und Privatpersonen im DACH-Raum sind durch diesen Vorfall massiv gefährdet. Die geleakten Datensätze enthalten oft Verträge, Ausweiskopien, Bankdaten und interne E-Mails, die von Cyberkriminellen nun für hochgradig personalisierte Phishing-Angriffe (Spear-Phishing) missbraucht werden können. Auch Identitätsdiebstahl und die Erpressung einzelner Betroffener sind reale Szenarien. Für IT-Sicherheitsverantwortliche zeigt dieser Vorfall eindringlich, dass selbst stark gesicherte öffentliche Infrastrukturen verwundbar sind und die Angreifer keine Skrupel haben, gestohlene Daten ungefiltert zu veröffentlichen, wenn kein Lösegeld gezahlt wird. Die Lieferketten-Sicherheit (Supply Chain Security) wird hierdurch ebenfalls berührt, da auch Daten von Partnern und Dienstleistern der Verwaltung im Leak enthalten sein dürften.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Betroffene Bürger und Unternehmen, die in Kontakt mit Berliner Behörden standen, müssen jetzt erhöhte Wachsamkeit an den Tag legen. Folgende Sicherheitsmaßnahmen sind dringend empfohlen:

Fazit

Der Vorfall in Berlin unterstreicht die Notwendigkeit robuster Zero-Trust-Architekturen und lückenloser Backup-Strategien. Technische Prävention und die Schulung der Mitarbeiter sind die wichtigsten Säulen, um den Kollateralschäden solcher großflächigen Datenlecks wirksam zu begegnen.

Quelle: Golem Security