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Kritische Ghostscript-Lücke ermöglicht Server-Übernahme per PDF-Upload

Security · 13.10.2026

Eine kritische Schwachstelle im weit verbreiteten Interpreter Ghostscript ermöglicht Angreifern die Remotecodeausführung durch manipulierte PDF-Dateien.

Im weit verbreiteten PostScript- und PDF-Interpreter Ghostscript wurde eine kritische Sicherheitslücke entdeckt. Die als CVE-2026-39919 klassifizierte Schwachstelle basiert auf einem Heap-Buffer-Overflow im Rendering-Prozess der Engine. Angreifer können diesen Fehler ausnutzen, um über speziell präparierte PDF-Dokumente Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen.

Warum ist das wichtig?

Ghostscript wird von zahlreichen Webanwendungen, Content-Management-Systemen und Druckservern im Hintergrund genutzt, um PDF-Dateien und Vektorgrafiken zu verarbeiten. Besonders im DACH-Raum, wo Digitalisierungsprozesse und automatisierte Belegerfassungen im B2B-Bereich stark auf PDF-Uploads setzen, stellt diese Schwachstelle ein erhebliches Risiko dar. Wenn ein Webdienst hochgeladene PDF-Dokumente automatisch verarbeitet – beispielsweise zur Vorschaugenerierung oder Konvertierung –, reicht das bloße Hochladen einer manipulierten Datei aus, um die Kontrolle über das System zu erlangen. Da Ghostscript oft mit weitreichenden Systemrechten läuft, können Angreifer im schlimmsten Fall das gesamte Server-Netzwerk kompromittieren.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche und Systemadministratoren müssen umgehend handeln, um ihre Infrastruktur abzusichern. Folgende Schritte werden dringend empfohlen:

Fazit

Die Schwachstelle in Ghostscript verdeutlicht einmal mehr die Risiken, die von scheinbar unscheinbaren Hintergrundkomponenten in der IT-Infrastruktur ausgehen. Da PDFs das Standardformat im geschäftlichen Datenaustausch sind, erfordert diese Lücke die sofortige Aufmerksamkeit von Administratoren, um Schadcode-Ausführungen effektiv zu verhindern.

Quelle: BleepingComputer