Security · 30.9.2026
Ein Cyberangriff auf die Ludwig-Maximilians-Universität München legt historische und aktuelle Studentendaten seit den 1970er-Jahren offen.
Bei einem Cyberangriff auf die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München haben Unbefugte Zugriff auf sensible Immatrikulationsdaten von rund 600.000 aktuellen und ehemaligen Studierenden erlangt. Der Vorfall umfasst Datenbestände aus einem Zeitraum von rund fünf Jahrzehnten, die bis in die Mitte der 1970er-Jahre zurückreichen. Die Universität hat die zuständigen Sicherheitsbehörden sowie den Landesbeauftragten für den Datenschutz informiert und umfassende forensische Untersuchungen eingeleitet.
Dieser Vorfall verdeutlicht zwei wesentliche Risiken im Bereich der IT-Sicherheit. Zum einen zeigt sich, dass auch historische Altdaten (Legacy Data) über Jahrzehnte hinweg ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle darstellen, wenn sie auf vernetzten Systemen verbleiben. Zum anderen sind die kompromittierten Informationen – darunter Namen, Geburtsdaten, Anschriften und Matrikelnummern – eine gefährliche Basis für gezielte Social-Engineering- und Phishing-Angriffe. IT-Verantwortliche in Unternehmen müssen damit rechnen, dass diese Daten für personalisierte Angriffe (Spear-Phishing) auf Mitarbeiter genutzt werden, die an der LMU studiert haben.
Sowohl betroffene Privatpersonen als auch IT-Sicherheitsverantwortliche in Unternehmen sollten konkrete Maßnahmen ergreifen:
Der Vorfall an der LMU München unterstreicht die Notwendigkeit einer durchgängigen Lifecycle-Strategie für Daten. IT-Sicherheit darf sich nicht nur auf aktive Produktivsysteme beschränken, sondern muss historische Datenbestände gleichermaßen absichern, um langfristigen Missbrauch zu verhindern.
Quelle: Golem Security