Security · 7.9.2026
Sicherheitsforscher warnen vor aktiven Angriffen auf MikroTik-Router. Durch die Kombination zweier Schwachstellen können Angreifer die vollständige Kontrolle über die Geräte erlangen.
Sicherheitsforscher beobachten derzeit aktive Angriffe auf Netzwerkgeräte des Herstellers MikroTik. Durch die Verkettung von zwei kürzlich offengelegten Sicherheitslücken im Betriebssystem RouterOS gelingt es Angreifern, betroffene Router vollständig zu übernehmen. Besonders gefährdet sind Systeme, bei denen der SSH-Dienst direkt über das Internet erreichbar ist.
MikroTik-Router sind sowohl in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) als auch bei anspruchsvollen Privatnutzern im DACH-Raum weit verbreitet. Die Schwachstellen ermöglichen es nicht autorisierten Angreifern, Administratorrechte zu erlangen und Schadcode auszuführen. Sobald ein Router kompromittiert ist, kann er als Einstiegspunkt in das interne Unternehmensnetzwerk dienen, um weiteren Datenverkehr zu überwachen, Malware zu verteilen oder das System in ein Botnetz zu integrieren. Da Router oft an der Schnittstelle zwischen internem Netz und Internet stehen, stellt ihre Übernahme ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Administratoren und IT-Verantwortliche müssen umgehend handeln, um ihre Infrastruktur zu schützen. Folgende Maßnahmen werden dringend empfohlen:
Die aktiven Angriffe verdeutlichen einmal mehr, dass netzwerknahe Geräte ein primäres Ziel für Cyberkriminelle sind. Ein konsequentes Patch-Management und die strikte Absicherung von Administrationsschnittstellen sind unerlässlich, um die Integrität des eigenen Netzwerks zu gewährleisten.
Quelle: BleepingComputer