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Pwn2Own Irland: Sicherheitsforscher decken 98 Zero-Day-Schwachstellen auf

Security · 9.10.2026

Beim Hacker-Wettbewerb Pwn2Own in Irland wurden 98 bisher unbekannte Sicherheitslücken in Netzwerkgeräten, Druckern und NAS-Systemen aufgedeckt und mit hohen Preisgeldern belohnt.

Beim bekannten Hacking-Wettbewerb Pwn2Own in Irland wurden insgesamt 98 bisher unbekannte Sicherheitslücken (Zero-Days) in weit verbreiteter Hardware und Software demonstriert. Die teilnehmenden Sicherheitsforscher erhielten dafür Prämien im Gesamtwert von über 1,2 Millionen US-Dollar. Im Fokus der erfolgreichen Angriffe standen vor allem Netzwerkgeräte, Drucker, NAS-Systeme und Smart-Home-Komponenten namhafter Hersteller.

Warum ist das wichtig?

Viele der beim Wettbewerb erfolgreich attackierten Geräte – darunter Netzwerkspeicher (NAS) von Synology und QNAP sowie Office-Drucker von HP, Lexmark und Canon – gehören zur Standard-Infrastruktur in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie in anspruchsvollen Heimnetzwerken im DACH-Raum. Da es sich um Zero-Day-Schwachstellen handelt, existierten zum Zeitpunkt der Demonstration noch keine offiziellen Sicherheitsupdates. Angreifer im realen Umfeld könnten ähnliche Schwachstellen ausnutzen, um in interne Netzwerke einzudringen, Ransomware zu platzieren oder sensible Daten abzugreifen. Der Wettbewerb verdeutlicht erneut, wie verwundbar vermeintlich sichere Peripheriegeräte und Netzwerkspeicher sein können, wenn sie unzureichend isoliert sind.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Administratoren und IT-Verantwortliche sollten umgehend eine Bestandsaufnahme der im eigenen Netzwerk aktiven Geräte durchführen. Da die betroffenen Hersteller im Rahmen des Wettbewerbs eine Frist von 120 Tagen erhalten, um die gemeldeten Schwachstellen durch Firmware-Updates zu schließen, ist in den kommenden Wochen mit einer Welle von Sicherheits-Patches zu rechnen. Es wird dringend empfohlen, die folgenden Maßnahmen zu ergreifen:

Fazit

Der Pwn2Own-Wettbewerb liefert wertvolle Erkenntnisse für die globale IT-Sicherheit, indem Schwachstellen kontrolliert aufgedeckt und geschlossen werden, bevor Cyberkriminelle sie aktiv ausnutzen können. Für IT-Abteilungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet dies in den nächsten Monaten jedoch ein erhöhtes Maß an Wachsamkeit und die Pflicht zur konsequenten Systempflege.

Quelle: BleepingComputer