Politik · 21.10.2026
Der Iran droht mit der gezielten Beschädigung zentraler Glasfaserseekabel in der Straße von Hormuz, was weitreichende Folgen für den globalen Datenverkehr haben könnte.
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten erreichen eine neue Dimension im digitalen Raum: Der Iran hat damit gedroht, zentrale Unterseekabel in der strategisch wichtigen Straße von Hormuz gezielt zu zerstören. Diese Glasfaserverbindungen sind für den Datenverkehr zwischen Asien, dem Nahen Osten und Europa von elementarer Bedeutung. Eine Sabotage könnte empfindliche Störungen des globalen Internetverkehrs nach sich ziehen.
Für Unternehmen in der DACH-Region ist eine stabile globale Internetinfrastruktur geschäftskritisch. Viele Cloud-Dienste, internationale Standorte und Lieferketten hängen von der fehlerfreien Datenübertragung über diese Tiefseekabel ab. Sollten die Verbindungen im Persischen Golf gekappt werden, müssten Datenströme über alternative, oft langsamere oder bereits ausgelastete Routen umgeleitet werden. Dies kann zu erhöhten Latenzen, Paketverlusten und im schlimmsten Fall zu temporären Ausfällen von Cloud-Ressourcen und Kommunikationskanälen führen. Besonders betroffen wären Unternehmen mit globalen Lieferketten oder Standorten in Asien.
IT-Verantwortliche und Administratoren sollten die physische Ausfallsicherheit ihrer IT-Infrastruktur überprüfen. Folgende Maßnahmen sind ratsam:
Die Drohung verdeutlicht, wie anfällig die physische Basis des globalen Internets für geopolitische Konflikte ist. IT-Verantwortliche im DACH-Raum sollten das Szenario nutzen, um ihre eigene Resilienz gegenüber großflächigen Routing-Störungen zu stärken.
Quelle: Golem Politik