Security · 3.9.2026
Hewlett Packard Enterprise hat eine kritische Schwachstelle im Netzwerkbetriebssystem ArubaOS-CX behoben, die unbefugte Remotecodeausführung ermöglichte.
Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat ein wichtiges Sicherheitsupdate für sein Netzwerkbetriebssystem ArubaOS-CX veröffentlicht. Die geschlossene Schwachstelle mit der Kennung CVE-2024-47489 wies einen kritischen CVSS-Score von 9.8 auf und ermöglichte es Angreifern, ohne vorherige Authentifizierung Schadcode aus der Ferne auszuführen. Betroffen sind verschiedene Enterprise-Switches, die in modernen Unternehmensnetzwerken weit verbreitet sind.
In der DACH-Region setzen zahlreiche mittelständische Unternehmen und Großkonzerne auf Netzwerk-Infrastruktur von Aruba (HPE). Da Switches der ArubaOS-CX-Serie oft das Rückgrat der internen Netzwerkverteilung bilden, stellt eine Schwachstelle zur Remotecodeausführung (RCE) ein immenses Sicherheitsrisiko dar. Angreifer könnten über diesen Vektor tief in das interne Netz eindringen, den Datenverkehr manipulieren oder Ransomware-Angriffe vorbereiten. Da für den Exploit keine Anmeldung am System erforderlich ist, erhöht sich das Bedrohungspotenzial drastisch. Besonders kritisch ist dies für Organisationen mit strengen Compliance-Vorgaben im Rahmen der NIS-2-Richtlinie, da ungepatchte Infrastrukturen als fahrlässig eingestuft werden können.
Administratoren in DACH-Unternehmen müssen umgehend prüfen, welche Versionen von ArubaOS-CX auf ihren Geräten aktiv sind. HPE hat bereits fehlerbereinigte Firmware-Versionen für die betroffenen Produktfamilien (darunter die Baureihen CX 6000, 6100, 6200, 6300, 6400, 8100, 8300, 8400 und 10000) bereitgestellt. Es wird dringend empfohlen, die entsprechenden Sicherheitsupdates im nächsten Wartungsfenster einzuspielen. Sollte ein sofortiges Update nicht möglich sein, sollten die betroffenen Management-Schnittstellen wie das Web-UI und SSH über Firewalls oder dedizierte Out-of-Band-Management-VLANs isoliert werden, um unbefugten Zugriff von außen zu verhindern.
Die zügige Behebung dieser Schwachstelle zeigt, wie verwundbar selbst dedizierte Hardware-Appliances sein können. Ein strukturiertes Patch-Management, das auch Netzwerkkomponenten jenseits der klassischen Windows-Server umfasst, bleibt für IT-Verantwortliche im DACH-Raum eine der wichtigsten präventiven Sicherheitsmaßnahmen.
Quelle: BleepingComputer