Security · 23.10.2026
Hewlett Packard Enterprise (HPE) schließt insgesamt 72 Schwachstellen in ArubaOS, darunter acht kritische Lücken mit maximaler Risikobewertung.
Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat ein umfangreiches Sicherheitsupdate für das Betriebssystem ArubaOS veröffentlicht. Insgesamt wurden 72 Schwachstellen geschlossen, von denen acht als kritisch mit der maximalen Risikobewertung von 10.0 auf der CVSS-Skala eingestuft sind. Diese kritischen Sicherheitslücken ermöglichen es Angreifern unter anderem, die Authentifizierung zu umgehen und Schadcode aus der Ferne auszuführen (Remote Code Execution, RCE).
ArubaOS steuert zahlreiche Netzwerkgeräte wie Access Points, Gateways und Controller in Unternehmensnetzwerken. Da diese Geräte oft zentrale Knotenpunkte der Infrastruktur darstellen, sind sie ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle. Ein erfolgreicher Angriff auf die nun geschlossenen Schwachstellen könnte es unbefugten Dritten erlauben, die vollständige Kontrolle über die Netzwerkinfrastruktur zu übernehmen, Datenverkehr abzufangen oder tiefer in das interne Unternehmensnetzwerk einzudringen. Für IT-Verantwortliche im DACH-Raum, die Aruba-Hardware einsetzen, besteht akuter Handlungsbedarf, da einige der Sicherheitslücken ohne vorherige Authentifizierung und über das Netzwerk ausgenutzt werden können.
IT-Administratoren sollten die installierten Versionen von ArubaOS auf allen betroffenen Gateways, Controllern und Access Points umgehend überprüfen. HPE hat bereits entsprechende Sicherheitsupdates bereitgestellt. Die betroffenen Betriebssystemversionen umfassen unter anderem ArubaOS 10.4, 8.10 und 8.6 sowie ältere, nicht mehr unterstützte Versionen (End-of-Life), für die keine Patches mehr erscheinen. Es wird dringend empfohlen, die Systeme auf die jeweils neuesten, korrigierten Versionen zu aktualisieren. Sollte ein direktes Einspielen der Updates kurzfristig nicht möglich sein, müssen die betroffenen Management-Schnittstellen isoliert und der Zugriff darauf streng reglementiert werden.
Diese Sicherheitswarnung verdeutlicht einmal mehr die Notwendigkeit eines lückenlosen Patch-Managements bei kritischen Netzwerkomponenten. Das zeitnahe Einspielen von Firmware-Updates ist der einzig wirksame Schutz, um die Integrität der internen Infrastruktur dauerhaft zu gewährleisten.
Quelle: BleepingComputer