Security · 20.9.2026
Sicherheitsforscher warnen vor der neuen Malware 'Rapuncel'. Die Infostealer-Schadsoftware verbreitet sich über manipulierte Repositories auf der Entwicklerplattform GitHub.
Sicherheitsforscher haben eine neue Infostealer-Malware namens „Rapuncel“ identifiziert, die gezielt über manipulierte und scheinbar legitime Repositories auf der Plattform GitHub verbreitet wird. Die Angreifer nutzen das Vertrauen in die Entwickler-Community aus, indem sie Schadcode in nützlich aussehenden Werkzeugen, Bibliotheken oder automatisierten Skripten verstecken. Sobald ein Entwickler oder Administrator das betroffene Repository klont und den Code lokal ausführt, infiziert der Trojaner das System, um sensible Daten wie Passwörter, Browser-Sitzungen und Krypto-Wallets zu entwenden.
Für IT-Verantwortliche und Entwicklerteams im DACH-Raum stellt diese neue Kampagne ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Entwicklungsabteilungen arbeiten täglich mit Open-Source-Code und GitHub-Ressourcen. Da die Angreifer ausgefeilte Social-Engineering-Taktiken anwenden – wie das Fälschen von Benutzerbewertungen oder die Erstellung täuschend echter Projektseiten –, ist die Schadsoftware für Endanwender schwer auf den ersten Blick zu erkennen. Ein erfolgreicher Angriff mit einem Infostealer kann nicht nur lokale Anmeldedaten kompromittieren, sondern Angreifern auch den Zugriff auf interne Unternehmensnetzwerke, Quellcode-Verzeichnisse und sensible Kundendaten ermöglichen.
Um das Risiko einer Infektion durch Schadsoftware wie Rapuncel zu minimieren, sollten Unternehmen und Administratoren folgende Sicherheitsmaßnahmen etablieren:
Die Bedrohung durch Rapuncel zeigt erneut, dass die Supply Chain von Software-Entwicklern ein primäres Ziel für Cyberkriminelle bleibt. Nur durch ein geschärftes Bewusstsein in den Entwicklerteams und die strikte Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien beim Umgang mit Open-Source-Ressourcen lässt sich die Sicherheit der Unternehmens-IT langfristig gewährleisten.
Quelle: WinFuture