Security · 17.9.2026
Die dem Iran zugeschriebene Gruppierung Handala Hack setzt auf die neue Telegram-basierte Backdoor HEAVYGRAM, um sensible Passdaten und Systeminfos zu stehlen.
Die dem Iran zugeschriebene Bedrohungsgruppe „Handala Hack“ nutzt eine neu entdeckte Spionage-Backdoor namens HEAVYGRAM, um sensible Unternehmensdaten und Passwörter zu stehlen. Die Schadsoftware tarnt sich als legitimes Tool und nutzt den Messenger-Dienst Telegram als Command-and-Control-Infrastruktur (C2). Ergänzt wird der Angriff durch ein weiteres Hilfswerkzeug namens CRUDEEXCLUDE, das auf Delphi basiert und ebenfalls der Datenspionage dient.
Für IT-Verantwortliche und Administratoren im DACH-Raum zeigt dieser Vorfall einmal mehr, wie Angreifer legitime Plattformen wie Telegram für bösartige Zwecke missbrauchen. Da Telegram-Verkehr in vielen Unternehmensnetzwerken nicht standardmäßig blockiert oder tiefgehend analysiert wird, können solche C2-Kanäle lange Zeit unentdeckt bleiben. Die Malware ist in der Lage, gespeicherte Passwörter aus Browsern zu entwenden, Systeminformationen zu sammeln und Remote-Befehle auszuführen. Dies stellt ein erhebliches Risiko für die Integrität von Unternehmensnetzwerken und die Sicherheit sensibler Zugangsdaten dar.
Administratoren sollten umgehend Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um die Infrastruktur vor solchen Bedrohungen zu schützen:
Der Einsatz von HEAVYGRAM verdeutlicht die kontinuierliche Weiterentwicklung von Cyber-Spionagewerkzeugen. Durch die Zweckentfremdung etablierter Kommunikationsdienste versuchen Angreifer, traditionelle Sicherheitsbarrieren zu umgehen. Nur eine Kombination aus restriktiver Netzwerksicherheit und moderner Endpunktsicherung kann solche Angriffe effektiv abwehren.
Quelle: The Hacker News